Sexuelle Übergriffe auf Kinder - Täter kommt in Verwahrung
Aktualisiert

Sexuelle Übergriffe auf Kinder - Täter kommt in Verwahrung

Zu 10 Jahren Zuchthaus und Verwahrung auf unbestimmte Zeit wegen mehrfacher Schändung und sexueller Handlungen mit Kindern hat das Zürcher Bezirksgericht am Montag einen Pädosexuellen verurteilt.

Der heute 47-jährige vorbestrafte Mann hat zwischen 1995 und 2004 in Zürich und Rümlang insgesamt fünf Kinder zwischen drei und elf Jahren aufs Ärgste sexuell ausgebeutet. Zu seinen Opfern gehörte unter anderen sein Stiefsohn. Zwei Buben von acht und zehn Jahren überliess er einem Komplizen.

An die Kinder kam er, indem er sich als «Kinderhüter» empfahl. Er inserierte auch in Zeitungen mit dem Angebot, Ferienkinder aufzunehmen. Auf diesem Wege lernte er einen Knaben kennen, dessen Mutter er später heiratete.

Auf Video hielt er fest, wie er seinen dmals neunjährigen Stiefsohn peinigte. Damit lieferte er den Ermittlungsbehörden gleich selbst den Beweis seiner Taten. Dem Knaben, der zwei Jahre lang die Quälereien über sich ergehen lassen musste, hat der Verurteilte ein Schmerzensgeld von 30 000 Franken bezahlen.

Mit seinem Strafmass folgte das Gericht weitgehend den Anträgen des Anklägers: Der Staatsanwalt hatte eine 15-jährige Zuchthausstrafe mit Verwahrung gefordert. Die Verteidigung hatte auf sechs Jahre Zuchthaus mit Verzicht auf Verwahrung plädiert.

Nach Ansicht des Verteidigers sollte der Angeklagte in einer stationären Massnahme therapiert werden. Gemäss Ankläger ist der Mann nicht therapierbar. Dieser Ansicht folgte das Gericht. Mit der Anordnung der Verwahrung fällt eine Therapie weg.

(sda)

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