Aktualisiert 23.01.2008 10:58

Sexueller Missbrauch: Kirche muss Gebäude verkaufen

Die Erzdiözese Los Angeles hat ihr zentrales Verwaltungsgebäude verkauft, um Geld für die vereinbarte Entschädigung wegen sexuellen Missbrauchs zu bekommen.

Für das zwölfgeschossige Gebäude sei ein Preis von 34 Millionen Franken erzielt worden, sagte der Sprecher des Erzbistums, Tod Tamberg, am Dienstag. Die Verwaltung werde künftig mit weniger Platz auskommen und Räume vom neuen Besitzer anmieten.

Die katholische Kirche in Los Angeles hat eine Liste mit insgesamt 50 Immobilien erstellt, die verkauft werden sollen. Die Kirche muss nach einem im vergangenen Jahr erzielten Vergleich 660 Millionen Dollar (umgerechnet 730 Millionen Franken) an Personen zahlen, die Geistliche wegen sexueller Nötigung verklagt haben. Insgesamt werden damit 508 Fälle abgedeckt.

Für 45 weitere Fälle zahlte die Kirche bereits 66 Millionen Franken im Jahr 2006. Das jetzt verkaufte Gebäude am Wilshire Boulevard wurde der Erzdiözese 1995 vom Betreiber einer Drogeriekette gestiftet. (dapd)

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