Eva Green: «‹Sexy Vamp› macht mich wütend»
Aktualisiert

Eva Green«‹Sexy Vamp› macht mich wütend»

Schauspielerin Eva Green (34) spricht im Interview mit 20 Minuten über ihre Qualitäten als Hausfrau, ihr wahres Ich und ihren Ruf als sexy Vamp.

von
Lucien Esseiva

Schauspielerin und Campari-Model: Eva Green schlüpft gerne in verschiedene Rollen. (Video:Brigitte Büchel)

Eva Green, Sie werden oft auf den dunklen, sexy Vamp reduziert. Wie erklären Sie sich das?

Weil die Leute noch nicht alle meine Filme gesehen haben. Wenn man mich in diese Schublade steckt, macht mich das immer ein bisschen wütend.

Welchen Film müsste ich schauen, um die echte Eva Green kennenzulernen?

Mein wahres Ich behalte ich für mich. Aber im Film «Womb» von Benedek Fliegauf spiele ich ein schüchternes Mädchen. Das kommt meinem Wesen schon ziemlich nahe. Aber auch starke Frauen mit einem Knall spiele ich gerne. Hauptsache, die Charaktere sind nicht eindimensional.

Sie sind das Gesicht des Campari-Kalenders 2015. Der Titel ist «Mythology Mixology». Was ist so mythisch an Cocktails?

Die Marke Campari gibt es seit über hundert Jahren und ist absolut zeitlos. Das macht die mythische Aura aus, die das Produkt umgibt.

Gehen Sie gerne in Bars?

Ja, manchmal. Aber nur zu speziellen Anlässen.

Was bestellen Sie?

Meinen Lieblingsdrink. Einen Negroni Sbagliato.

Ich habe gehört, dass Sie gerne kochen. Stimmt das?

Absolut nicht. Ich liebe es, in Restaurants zu gehen. Aber ich bin eine schreckliche Köchin. Und auch keine gute Hausfrau.

Sie leben in London und Paris. Haben Sie ein spezielles Ritual, um sich an einem neuen Ort schnell wohlzufühlen?

Ich gehe zur Massage, joggen oder laufe einfach nur ziellos durch die Stadt und erkunde sie. Das holt mich jeweils zurück auf den Boden und lässt mich den neuen Ort spüren.

Stimmt es, dass Nina Hagen Ihren Stil inspirierte?

Als junges Mädchen war ich tatsächlich ein grosser Fan von Nina Hagen. Ich fand sie total cool, sie ist so ein Vollgas-Girl.

Wer inspiriert Sie heute?

Niemand Spezielles. Mir ist es wichtig, dass ich mich in meinem Outfit wohlfühle. Mein Style ist nicht zu modern, eher inspiriert von den 40er- und 50er-Jahren. Aber grundsätzlich bin ich Outfit-technisch total offen. Auch darum hat mir das Shooting für den Campari-Kalender so viel Spass gemacht. Besonders die Verwandlungen von klassisch bis modern waren interessant.

Schauen Sie sich als Hauptdarstellerin der TV-Serie «Penny Dreadful» selber manchmal auch noch TV-Serien an?

Letzthin habe ich mir «True Detective» auf meinen Computer runtergeladen. Das fand ich wundervoll. TV-Serien zu schauen hat so was Vertrautes. Es ist, als würde man immer wieder alte Freunde treffen.

Wo schauen Sie die Serien?

Im Bett und schlafe dabei ein. Nicht wirklich glamourös.

Deine Meinung