Aktualisiert

SF-Korrespondentin in China verhaftet und misshandelt

Die Korrespondentin des Schweizer Fernsehens SF in China, Barbara Lüthi, ist in der chinesischen Provinz Hebei festgenommen worden.

Sie und ihre chinesische Kamerafrau seien erst nach sieben Stunden freigelassen worden.

Dies schreibt die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) am Sonntagabend in einem Communiqué. Gemäss RSF wurde Lüthi von der Polizei des Dorfes Shengyou misshandelt. Erst nach einer Intervention des chinesischen Aussenministeriums seien die Journalistinnen wieder auf freien Fuss gekommen.

SF-Sprecher Urs Durrer bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur SDA, dass Lüthi am Dienstag bei Dreharbeiten in dem Dorf auf den Polizeiposten mitgenommen und gleichentags wieder freigelassen worden sei.

In Shengyou waren 2005 bei Unruhen sechs Menschen getötet worden. Gemäss RSF wurden die Filmaufnahmen Lüthis von den chinesischen Behörden gelöscht.

Gemäss der Organisation wurden gleichentags in einer anderen chinesischen Provinz, Hubei, ein Schweizer Fotograf und eine Schweizer Fotografin während dreier Stunden von der Polizei festgehalten.

(sda)

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