Nebenjobs: SF-Moderatoren sollen Teil des Lohns abliefern
Aktualisiert

NebenjobsSF-Moderatoren sollen Teil des Lohns abliefern

Bundesrat Moritz Leuenberger hat die Portemonnaies der SF-
Stars im Visier: Sie sollen künftig einen Teil ihrer Einkünfte aus Nebenjobs der SRG abliefern müssen.

von
Nico Menzato
Bundesrat Moritz Leuenberger (kl. Bild) will den Fernsehmoderatoren ans Portemonnaie (hier «SF-Börse»-Frontfrau Patrizia Laeri). (SF DRS)

Bundesrat Moritz Leuenberger (kl. Bild) will den Fernsehmoderatoren ans Portemonnaie (hier «SF-Börse»-Frontfrau Patrizia Laeri). (SF DRS)

SF-Moderatoren, die nebenbei mit Auftritten an PR-Anlässen gutes Geld verdienen, durften diese Honorare bislang in die eigene Tasche stecken.

Da sie ihre Popularität den Fernsehauftritten und damit ihrer ­Arbeitgeberin SRG verdanken, soll sich dies nun ändern: «Bundesrat Leuenberger erwartet eine Regelung betreffend Einkommensablieferungen der Moderatoren an die SRG», so sein Sprecher Dominique Bugnon zum «Beobachter». Die SRG erarbeite bereits einen Regelungsvorschlag, so deren Sprecher Daniel Steiner.

Die SF-Aushängeschilder verdienen mit ihren Auftritten an Firmen- und Verbands­anlässen Gagen von 3000 bis zu 10 000 Franken. Neben dem als Nebenjob-Grossverdiener bekannten «10 vor 10»-Moderator Stephan Klapproth wird auch Sven Epiney rege als Präsentator für grosse Privat-Events gebucht. Der «Sonntag» schätzte sein jährliches Einkommen auf 600 000 Franken, gefolgt von Sportmoderator Rainer Maria Salzgeber mit 400 000 Franken.

«SF-Börse»-Frontfrau Patrizia Laeri wurde im letzten Jahr für fünf Veranstaltungen bei Swiss Life gebucht – obwohl SF in dieser Zeit immer wieder über Probleme des Finanzkonzerns berichtete. Und «Tagesschau»-Moderator Franz Fischlin ist nebenbei gar Chef einer Kommunikationsagentur.

Deine Meinung