Noch vier Sendungen: SF stellt «Benissimo» ein
Aktualisiert

Noch vier SendungenSF stellt «Benissimo» ein

Das Schweizer Fernsehen setzt nach 21 Jahren definitiv die beliebte Samstagabendkiste «Benissimo» ab. Moderator Beni Thurnheer trägts mit Fassung.

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obi/jam
Bye Bye Beni. Schön wars.

Bye Bye Beni. Schön wars.

Das wars. Über eine Million Zuschauer haben seit 1992 jeweils am Samstagabend eingeschaltet, wenn Beni Thurnheer, die «Friends» und seine wechselnden Assistentinnen die farbigen Kugeln in der Trommel tanzen liessen. Ende Jahr setzt SF die Sendung ab.

Noch viermal darf der Schnurri der Nation durch die Sendung führen. Am 24. März wird noch mit der grossen Kelle angerührt. Immerhin gilt es, das Jubiläum der grossen Samstagabendkiste zu feiern - die 100. Sendung steht an.

Show mit Verfalldatum

Trotz erfolgreicher Quoten kündigte Christoph Gebel, Unterhaltungschef von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), bereits im Sommer 2011 an: Die Zeit für Sendungen wie «Benissimo», «Happy Day» oder auch «Wetten, dass...?» sei «am Ablaufen». In Zukunft wolle man zwar noch stärker auf den Samstag als Unterhaltungsabend setzen, allerdings vermehrt durch starke Einzelsendungen wie «Alpenrose», eine Volksmusik-Gala oder einen grossen Comedy-Abend.

«Jeder Moderator ist enttäuscht, wenn seine Sendung abgesetzt wird», so Beni Thurnheer gegenüber der Boulevardzeitung «Blick», «das ist auch bei mir so.» Allerdings: «Ob ‹Benissimo› nach 20, 21 oder 25 Jahren aufhört, ist für die Menschheit ziemlich unerheblich.»

Millionenziehung neu bei «Happy Day»

In der Überraschungsshow «Happy Day» wird SRF die Zusammenarbeit mit Swisslos weiterführen. Die Millionenziehungen, die bisher in «Benissimo» mit farbigen Kugeln vollzogen wurden, sind neu Bestandteil von «Happy Day». Gemäss SRF passe dies inhaltlich hervorragend zusammen.

Das Ende von «Benissimo» kommt nicht ganz überraschend. Bereits vor einem halben Jahr kündigte SRF-Unterhaltungschef Christoph Gebel an, dass die Show mit den Loskugeln auf der Abschussliste stehe. Die Zeit für solch langjährige Formate sei trotz ansprechender Quoten «aus konzeptionellen Gründen» am Ablaufen.

«Benissimo» zählt zu den erfolgreichsten regelmässig ausgestrahlten Sendungen des Schweizer Fernsehens. Seit dem Start im Jahr 1992 wurde die Samstagabendshow von über 100 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern gesehen.

Wie weiter mit Beni?

Wie geht es für Thurnheer weiter? Eine Nachfolger-Samstagabendkiste mit dem Schnurri der Nation ist nicht geplant. Aber: «Beni Thurnheer ist sehr populär», so Gebel, «er wird sicher immer wieder in einzelnen Sendungen erscheinen. Und beim Sport spielt er weiterhin eine tragende Rolle.»

(obi/jam/sda)

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