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Es kann nur eines geben SF und DRS müssen wohl sterben

Die Deutschen haben ARD und ZDF, die Österreicher ihr ORF - und wir Schweizer? Wir scheinen ein SRF zu erhalten. Die bislang bekannten Marken haben wohl ausgedient. Sie seien «halbherzig».

SF? SRF? Wie weiter mit den staatlichen Medienmarken?

SF? SRF? Wie weiter mit den staatlichen Medienmarken?

«Sie hören die Nachrichten von Schweizer Radio DRS»: Der altbekannte Spruch könnte sich bald ganz anders anhören. Bereits Anfang Monat wurde bekannt, dass die Verantwortlichen mit einer Namensänderung der Schweizer Fernseh- und Radioprogramme liebäugeln. Jetzt scheint der Entscheid einen Schritt näher gerückt.

Zwar gibt sich Kommunikationschefin Andrea Hemmi wortkarg: «Die Geschäftsleitung von SRF wird die Markenführung in ihrer nächsten Sitzung behandeln.» Doch wie die Zeitung «Sonntag» berichtet, ist ein Vorentscheid bereits gefallen: Der Geschäftsleitung wird empfohlen, voll auf die Marke SRF zu setzen. SF fürs Fernsehen und DRS fürs Radio würden so abgeschafft.

Die Radio-Namen bleiben der Knackpunkt

Der Creative Director beim Schweizer Radio und Fernsehen, Alex Hefter, umschrieb diese Variante, die unter dem Namen «Branded House» kursiert, vor einem Monat im «Sonntag» so: «SRF steht für das Gesamtangebot von Radio, Fernsehen und Internet.» Auch die Variante «House of Brands» wurde geprüft: Hier würden sich die Marken der einzelnen Kanäle unter einer Dachmarke weiterhin unterscheiden. Diese Variante wurde allerdings als «halbherzig» taxiert.

Fragt sich nur, wie die einzelnen Radio- und Fernsehkanäle künftig heissen sollen. Eine naheliegende Lösung, «SRF Radio 1», «SRF Radio 2» und so weiter, dürfte wohl an Roger Schawinski scheitern, dessen Zürcher Privatsender «Radio 1» heisst. Im «Sonntag» kündigt er bereits seinen Widerstand an: «‹SRF Radio 1› wäre zu ähnlich, meine Marke ist geschützt.»

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