SF verlor Werbeeinnahmen: Droht Gebührenerhöhung?
Aktualisiert

SF verlor Werbeeinnahmen: Droht Gebührenerhöhung?

Die Werbeeinnahmen beim Schweizer Fernsehen sind eingebrochen. Es droht eine neue Sparrunde. Eine saftige Gebührenerhöhung wird von Politikern jedoch abgelehnt.

Neun Prozent weniger Werbeeinnahmen hat das Schweizer Fernsehen (SF) seit Anfang Jahr laut Media Focus. Hauptverantwortlich ist angeblich SF 1. «Hier macht der Rückgang 17 Prozent aus», sagt Lukas Zihlmann, Geschäftsführer von Media Focus, zur «SonntagsZeitung». Werbeprofis orten das Problem bei der Programmqualität. SRG-Chef Armin Walpen sieht dies anders. Er schliesst aber eine weitere Sparrunde nicht aus. In der ersten Runde sollen ab 2007 rund 80 Millionen Franken eingespart werden.

Laut der «SonntagsZeitung» droht nun auch eine Erhöhung der Radio- und TV-Gebühren. Ein SRG-Verwaltungsrat habe versprochen, dass die Jahresgebühr nicht mehr als 45 Franken steigen werde. Dies würde einem Anstieg um 10 Prozent entsprechen. «Eine Erhöhung kommt nicht in Frage», sagte FDP-Nationalrat Filippo Leutenegger. Gleicher Ansicht ist auch SVP-Nationalrat Maximilian Reimann: «Die SRG muss zuerst den Beweis bringen, dass sie die Ausgaben so weit wie möglich gesenkt hat.»

(cde)

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