Kein Durchkommen: «SG 1» brachte die Server an ihre Grenzen
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Kein Durchkommen«SG 1» brachte die Server an ihre Grenzen

Die Versteigerung der Autonummer SG 1 strapazierte die Auktionsplattform des St. Galler Strassenverkehrsamts. Viele User versuchten vergeblich, ein Gebot abzugeben.

von
A. Hirschberg

Für satte 135'000 Franken hat die Autonummer «SG 1» am Mittwochabend den Besitzer gewechselt. Die aussergewöhnliche Auktion hat unzählige Neugierige auf die Auktionsplattform des Strassenverkehrsamts St. Gallen gelockt und den Server an die Grenzen der Belastbarkeit gebracht.

Mehrere Bieter blieben verärgert zurück, weil sie kein Gebot mehr abgeben konnten: «Als ich mein Gebot erhöhen wollte, flog ich raus. Wie soll da fair gesteigert worden sein? So fühlt man sich nicht ernst genommen», klagte eine Bieterin.

Zwei bis drei Minuten Wartezeit

«Kurz nach 19 Uhr verzeichneten wir eine massive Zunahme auf unseren Servern», bestätigt Georges Burger, Leiter des Strassenverkehrsamts. Das System sei aber nie zusammengebrochen. Es seien immer noch Gebote abgegeben worden. «Aber man musste 2 bis 3 Minuten Geduld haben, bis man drin war.»

Man sei sich vor der Auktion bewusst gewesen, dass es einen Ansturm geben würde. «Wir haben uns mit unserem Anbieter zusammengesetzt und extra die Serverleistung erhöht», so Burger. Doch irgendwann komme jedes System an seine Grenzen. Bei jenen, die erfolglos versucht haben, ein Gebot abzugeben, entschuldigt sich Burger. Er verspricht zudem, bei künftigen brisanten Auktionen noch mehr Kapazität zur Verfügung zu stellen.

Dies könnte bereits nächsten Mittwochabend der Fall sein. Bis dann kann unter anderem für «SG 11» geboten werden. Interessierten gibt Burger noch einen Tipp: Man solle sein definitives Höchstgebot möglichst früh schon eingeben. «Dann bietet das System für einen und man muss sich nicht immer wieder einloggen.»

135'000 Franken sind kein neuer Rekord

Wer hinter dem Synonym «rh1915» steckt, das den Zuschlag für «SG 1» erhielt, will Burger nicht preisgeben. Nicht einmal das Geschlecht des Bieters will er verraten. «Wir sind zu strengster Geheimhaltung verpflichtet», sagt er. Die Person, die das Schild ersteigerte, sei sich aber bewusst, dass sie dies auf Dauer nicht geheim halten könne. «Im Moment will sie sich aber noch nicht outen.»

«SG 1» ist übrigens nicht die teuerste Autonummer aller Zeiten. Mit 135 000 Franken wurde ein Rekord aus dem Tessin egalisiert. Dort war im November 2011 bereits der gleiche Betrag für «TI 10» bezahlt worden.

Wollten auch Sie ein Gebot abgeben und sind nicht durchgekommen? Schreiben Sie uns! feedback@20minuten.ch

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