Tod nach «Obligatorischem»: Shame-Tribut stösst auf Kritik
Aktualisiert

Tod nach «Obligatorischem»Shame-Tribut stösst auf Kritik

Regionale Künstler zollen dem getöteten Rapper Shame mit einem Song Tribut. Dieser wird Anfang November auf einem Sampler veröffentlicht. Er stösst aber nicht überall auf Zustimmung.

von
Mario Bozicevic

Um ihre Trauer über den Tod des St. Galler Rappers Fabian Hämmerle alias Shame zu verarbeiten, haben mehrere Künstler aus der Region ­einen Tribut-Song aufgenommen. Shame war Ende August bei einem tragischen Schiessunfall in Bernhardzell gestorben.

Der Song erscheint nun Anfang November auf einem Rap-Sampler des St. Galler Künstlers Khaled Aissaoui alias E.S.I.K. Für den Initiant und Produzent des Tribut-Songs, Samuel Lutz alias ­Samas, und die anderen Künstler sei das Schreiben eine Art Therapie gewesen. «In dem Song habe ich meine Gedanken zum tragischen Verlust von Fabian verarbeitet», sagt Lutz.

Es wurden aber auch kritische Stimmen zur Veröffentlichung des Samplers laut. «Ich musste mir schon oft anhören, dass es dabei nur um Profit und Erfolg ­ginge», sagt Aissaoui. Dabei wolle man bloss Shames ­Familie unterstützen. «Seinen Geschwistern gefällt der Song und sie wollten ihn unbedingt auf der CD haben», so Aissaoui. Auch Lutz kann die Kritik nicht verstehen. «Wir haben für den Song ex­tra die Erlaubnis der Familie eingeholt», so Lutz.

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