27.06.2014 18:35

AttackenShaqiri ist eines der Top-Opfer

Xherdan Shaqiri schoss die Schweiz mit seinem Hattrick gegen Honduras in den WM-Achtelfinal. Der Goalgetter muss auf dem Feld aber auch viel einstecken.

von
heg

Kritisiert, bejubelt und attackiert: Xherdan Shaqiri erlebt an der WM in Brasilien ein Wechselbad der Gefühle.

Die Leistungen des 22-jährigen Schweizer Mittelfeldspielers in den ersten beiden Vorrundenspielen gegen Ecuador und Frankreich waren bescheiden. Shaqiri erntete dafür Kritik, die ihn «gewaltig» nervte. Seine Antwort darauf folgte im letzten Gruppenspiel gegen Honduras. Beim 3:0-Sieg schoss «Shaq-Attack» einen Hattrick.

Shaqiri ist aber nicht nur Vollstrecker in der Hitzfeld-Truppe. Er muss zusammen mit Admir Mehmedi auch am meisten einstecken. Gemäss Fifa waren die beiden Akteure 16-mal Opfer gegnerischer Attacken. Nur Alexis Sánchez von Chile musste in den ersten drei Vorrundenspielen seine Knochen öfter hinhalten. 18-mal wurde er angegangen.

Honduraner lagen am längsten auf dem Feld

Während sich die Spieler nach den Attacken auf dem Feld vor Schmerz krümmen, vergeht zum Teil sehr viel Zeit. Das «Wall Street Journal Deutschland» WSJ hat ausgerechnet, dass nach zwei von drei Vorrundenspielen Akteure aus Honduras 7 Minuten und 40 Sekunden auf dem Feld lagen oder sich behandeln liessen. Schweizer Spieler nahmen für 1 Minute und 21 Sekunden eine «Auszeit».

Die WSJ-Grafik hat jedoch einen kleinen Fehler. Bei der Anmerkung steht, dass sich durch die Attacken kein Spieler ernsthaft verletzte und nicht mehr auflaufen konnte. Der Schweizer Steve von Bergen musste aber im zweiten Vorrundenspiel gegen Frankreich bereits nach sieben Minuten mit einer Augenverletzung vom Platz und wurde in der Heimat bereits operiert.

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