Aktualisiert 04.01.2014 04:12

Alles nur SatireShia LaBeouf – Meister des Plagiats

Für seinen neuen Kurzfilm hat Shia LaBeouf Ideen aus einem Comic geklaut. Leid tut es ihm allerdings nicht – auch wenn er sich im grossen Stil entschuldigt.

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Shia LaBeouf startete das neue Jahr mit einer grossen Entschuldigung. «I am sorry, Daniel Clowes», liess er am 1. Januar per Flugschrift über Los Angeles verkünden.

Die Vorgeschichte: Für seinen Kurzfilm «Howard Cantour.com» bediente sich der Schauspieler und Regisseur bei einem Comic von Daniel Clowes. Offenbar kopierte er auch bei den Schriftstellern Kurt Vonnegut und Charles Bukowski.

Auch die Entschuldigungen sind Plagiate

Wie Ernst Shia LaBeouf die Plagiatsvorwürfe auf den ersten Blick nimmt, zeigt sich auf seinem Twitter-Account. «In meiner Aufgeregtheit und Naivität als Amateur-Filmemacher habe ich mich im kreativen Prozess verrannt und ich habe es versäumt, ordnungsgemäss um Erlaubnis zu fragen», schrieb der 27-Jährige. «Es war ein Fehler, ein fürchterlicher Fehler.» Der Witz an der Sache: Selbst die zahlreichen Entschuldigungen sind abgeschrieben. Als sie in Skandale verwickelt waren, benutzten etwa Kanye West und Tiger Woods haargenau dieselben Worte.

Nun löst LaBeouf das Rätsel auf: «Es tut mir leid, falls ich euch damit verletzt habe. Ihr dachtet, ich meine das ernst, statt zu merken, dass ich euch auf den Arm nehme.» Und wieder ist auch dieses Statement ein Plagiat.

Urheberrecht als Zensur

In einem Interview mit «Bleeding Cool» schildert LaBeouf seine Beweggründe. Es ginge ihm darum, dass Künstler heutzutage mit Plagiatsvorwürfen fast schon zensiert werden. «Bei Kunst geht es eigentlich nicht um die Kunst selbst, sondern um die Aufmerksamkeit, die wir ihr widmen», sagt er. «Wenn du etwa Warhols Werke nimmst und sagst, er habe das gar nicht selbst gezeichnet, verstehst du den Punkt nicht.» Die ersten Urheberrechtsgesetze seien entstanden, um Künstler mit radikalen Ideen zu zensieren. «Kunst ist nicht die Wahrheit. Kunst ist eine Lüge, die uns die Wahrheit realisieren lässt.»

Um konsequent zu bleiben, hat sich LaBeouf auch diese Argumentation zu einem Grossteil zusammengeklaut.

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