Aktualisiert 06.12.2018 20:23

In St. MoritzShiffrin steckt auf Lift fest, Skilehrer beruhigt sie

Die beste Skifahrerin der Welt musste in St. Moritz auf einem Sessellift ausharren. Mikaela Shiffrin fasste ins Auge herunterzuspringen, sagt ein Skilehrer.

von
hua

Shiffrin steckt auf dem Sessellift fest. (Video: Instagram)

Viele Skifahrerinnen und Skifahrer haben das schon einmal erlebt: Der Sessellift bleibt stecken, man schwebt in der Höhe, unter einem nur Schnee. Was tun? Was passiert jetzt, wie geht es weiter? Aufatmen kann man dann, wenn der Lift sich wieder in Bewegung setzt. Was aber, wenn er rückwärts fährt?

Genau diese Situation hat Mikaela Shiffrin in St. Moritz erlebt. Die US-Amerikanerin und der Weltcuptross absolvieren an diesem Wochenende einen Super-G und einen Parallel-Slalom (beide live im Ticker) im Engadin. Zuvor wollte die 23-Jährige aber noch trainieren – wollte, denn eben der Lift ...

Georgien im Hinterkopf

«Shiffrin fühlte sich nicht sonderlich wohl auf dem Lift», sagt Skilehrer Andrea Pedrazzetti, der gleich neben Shiffrin sass. Panisch sei sie aber keineswegs gewesen. Sie habe zwar einen Vorfall aus Georgien erwähnt, als die Passagiere wegen einer Fehlfunktion des Lifts herausgeschleudert wurden. Shiffrin hatte sogar kurz ins Auge gefasst, man könnte doch herunterspringen, wenn der Lift rückwärts fährt. Sie sassen aber etwa in 13 Metern Höhe fest.

Der Tessiner konnte sie beruhigen und sagte zu ihr: «Wir sind hier in der Schweiz, sie machen hier zweimal pro Jahr Revision, die Anlagen sind modern und renoviert, es gibt sicher kein Problem.» Er übersetzte die Informationen, die über die Lautsprecher kamen, ins Englische.

Kein Autogramm erhalten

15 bis 20 Minuten sassen Pedrazzetti, ein Arbeitskollege, Shiffrin und ihre Mutter gemeinsam auf dem Lift. Pedrazzetti schlug vor, von diesem Ereignis doch eine Instagram-Story zu machen. «Shiffrins Mutter sagte sofort: ‹Mach das, mach das.›» Gesagt, getan, die Amerikanerin und er selbst machten eine Story. Der Ski- und Snowboard-Lehrer, der seit sieben Jahren in St. Moritz arbeitet, habe sich mit dem Ski-Star bestens unterhalten, ein Autogramm oder sogar die Handynummer habe er aber nicht erhalten.

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