Berner Gastronomie: Shmatz lockt Berner an geheimnisvolle Orte

Aktualisiert

Berner GastronomieShmatz lockt Berner an geheimnisvolle Orte

Zwei Berner machen den Restaurantbesuch zum Abenteuer. Statt à la Carte in der Gaststube gibts Menus in ungewöhnlichen Locations.

von
Mira Weingartner
Koch Christoph Aebersold (29) und Somelier Camil Siebenmann (27) bei der Beschaffung ihrer Zutaten.

Koch Christoph Aebersold (29) und Somelier Camil Siebenmann (27) bei der Beschaffung ihrer Zutaten.

«Wo weimer ga ässe?»- Diese oft schwierige Entscheidung nehmen Koch Christoph Aebersold (29) und sein Kollege, Somelier Camil Siebenmann (27), den Gästen von «Shmatz Food Adventures» gerne ab. Am nächsten Samstag entführen die Berner Jungs abenteuerlustige Geniesser an einen geheimnisvollen Ort in ihrer Heimatstadt und servieren ihnen dort bei Kerzenschein einen Mehrgänger. «Dabei wird Überraschung gross geschrieben», sagt Aebersold. So wissen die Teilnehmer bis kurz vor der Durchführung nicht, wo getafelt werde. Per SMS erfahren die Gäste, die sich angemeldet haben, wo getafelt wird. Das wandelnde Restaurant fand etwa schon im alten Loeb-Lager, einer heimeligen Kunstgalerie oder in einer rustikalen Werkstatt mitten in der Berner Altstadt statt.

Während etwa selbst gesammelte Pilze mit Ricotta und Kalbsbacke an Wurzelgemüse mit den passenden Weine und Cocktails serviert wird, sitzen 14 Personen an einem langen Holztisch und lassen sich von Gang zu Gang aufs Neue überraschen. «Die Atmosphäre am Tisch ist von Event zu Event unterschiedlich, jede Gästekonstellation verleiht dem Abend eine ganz andere Dynamik», sagt Aebersold. «So werden auch wir jedesmal wieder aufs Neue überrascht.»

Ein Non-Profit-Hobby

Den Traum vom eigenen Restaurant haben die beiden Gastronomen schon seit geraumer Zeit. Mit Shmatz Food Adventures konnten sie sich diesen Wunsch erfüllen: «Es ist weniger kostspieliger als ein dauerhaftes Restaurant», erklärt Aebersold. Zudem habe man viel mehr spielerischen Freiraum und der Kreativität werde dabei keine Grenzen gesetzt. Ein Teilnehmer zahlt 155 Franken für das komplette Angebot. Das sei aber kein gewinnbringendes Geschäft: «Es ist ein Non-Profit-Hobby, für das wir einen grossen Teil unsere Freizeit gerne hergeben.»

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