Aktualisiert 19.10.2006 20:32

Shnit: Der Kurzfilmspass mit Ecken und Kanten

Dieses Wochenende findet das von Jahr zu Jahr wachsende Kurzfilmfestival Shnit zum vierten Mal im Progr statt. Nebst den Visionierungen und der Preisverleihung wird das Shnit selbst zur Filmkulisse.

Pinke Sitzreihen, so weit das Auge reicht: Dieses Jahr dürfen sich die Shnit-Zuschauer auf der Signalfarbe fläzen, während sie die Signale auf der Leinwand wahrnehmen. «Wir haben die Aula des Progr in ein Kino verwandelt», erklärt Organisator Mike Bucher. «Denn das Shnit soll die Leute entführen, sie in eine andere Welt eintreten lassen.»

Zusammen mit Olivier Bakker und Reta Guetg organisiert er zum vierten Mal das nonkonforme Kurzfilmfestival. Von Jahr zu Jahr wuchs der Umfang des Events – und schon jetzt steckt Bucher voller Ideen und Visionen für die nächste Ausgabe.

Trotz Ecken und Kanten ist Shnit «kein Experimentalfestival, bei dem man zehn Minuten lang zusehen muss, wie sich jemand die Schuhe bindet». Die Filmauswahl beruht – ob das Thema tragisch oder humorvoll ist – auf dem Unterhaltungsfaktor für den Zuschauer.

Unter 45 der gezeigten Filme wird dann je ein Publikums- und ein Jurypreis vergeben. Filminteressierten wird zudem ein ganz besonderes Goodie geboten: Die Filmschulstudentin Sara Verweij aus Amsterdam wird während des Festivals im Progr ihren eigenen Kurzfilm drehen. Die Festivalbesucher dürfen der jungen Künstlerin dabei über die Schulter schauen: von den Drehaufnahmen bis zum Schnitt – oder eben Shnit.

Marta Nawrocka

Heute Abend gibt es die Filme ab 18 Uhr in Blöcken à 90 Minuten zu sehen. Am Samstag und am Sonntag gehts dann jeweils schon am Nachmittag los mit Diskussionsrunden und einer Bärner Platte, auf der ausschliesslich Kurzfilme aus der Bundeshauptstadt gezeigt werden.

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