Champions League: Showdown in Neapel und Marseille
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Champions LeagueShowdown in Neapel und Marseille

Napoli und Dortmund können die CL-Achtelfinals immer noch erreichen. Bedingung dafür ist ein Sieg. Auch in den anderen Gruppen sind die Entscheidungen noch nicht alle gefallen.

Erstmals in der Geschichte der Champions League könnte ein Team trotz 12 Punkten aus der Gruppenphase das Weiterkommen verpassen. Diese Konstellation trifft ein, wenn heute Mittwoch in der Gruppe F Borussia Dortmund und Napoli ihre Spiele gewinnen.

Der BVB wäre mit einem Sieg bei Schlusslicht Olympique Marseille durch. In diesem Fall müsste Napoli zuhause Leader Arsenal London mit mindestens drei Toren Unterschied bezwingen, um noch die Achtelfinals erreichen zu können. Eine derart hohe Niederlage würde die «Gunners» in die Europa League verweisen - vorausgesetzt, Dortmund strauchelt nicht im «Vélodrome».

Dortmunds Sorgen

Napoli mit den Schweizer Internationalen Behrami, Dzemaili und Inler hat vor dem Showdown die schlechtesten Karten aus dem Spitzentrio. Die Süditaliener haben von ihren letzten fünf Ernstkämpfen nur einen gewonnen. Anders sieht die Bilanz für solch eine Periode bei Arsenal aus. Die Londoner verbuchten zuletzt ein Unentschieden und vier Siege. Das Team von Arsène Wenger führt die Premier League mit fünf Punkten Vorsprung an. Bis Weihnachten wartet aber noch ein happiges Programm auf die «Gunners». Nach dem Trip nach Neapel müssen sie in der heimischen Meisterschaft gegen Manchester City und Chelsea antreten.

Dortmund befindet sich in einer heiklen Lage. In der Bundesliga ist der Meister-Zug nach den Heimniederlagen gegen Bayern München und Leverkusen wohl abgefahren. Zudem haben sich die ohnehin schon gravierenden personellen Probleme in der Defensive noch verschärft. Am Wochenende fand auch Sven Bender Aufnahme im Lazarett. Trainer Jürgen Klopp gab zu: «Es ist keine Situation, in der die Sonne scheint und alles Weltklasse läuft.» Entmutigen lässt er sich allerdings nicht. Man werde seiner Mannschaft auf dem Platz ansehen, dass sie in der Champions League überwintern wolle.

Für Dortmund spricht, dass Gegner Marseille ebenfalls von grossen Sorgen geplagt wird. Nach der Heimniederlage gegen Nantes wurde Coach Elie Baup entlassen. Sportchef José Anigo übernimmt die Verantwortung an der Seitenlinie interimistisch bis zur Winterpause.

Milan oder Ajax

In der Gruppe H darf die AC Milan zuhause nicht gegen Ajax Amsterdam verlieren, wenn sie gegenüber den Holländern den 2. Platz erfolgreich verteidigen will. Bei den «Rossoneri» hält die Krise an. Am Sonntag mühten sie sich beim Kellerkind Livorno zu einem Remis. Positiv war für Milan, dass Mario Balotelli zum dritten Mal in Folge mindestens einen Torerfolg bejubeln durfte. Mit der Doublette rettete er seiner Equipe das Unentschieden.

Der FC Barcelona möchte gegen Celtic Glasgow den Gruppensieg sicherstellen.

Zenit oder Porto

In der Gruppe G stellt sich nur noch die Frage, wer das souveräne Atlético Madrid in die Achtelfinals begleitet. Auf der Pole-Position steht Zenit St. Petersburg. Die Russen haben einen Punkt Reserve auf den FC Porto und mit dem Duell beim Tabellenletzten Austria Wien die einfachere Aufgabe als die Portugiesen, die in Madrid auflaufen müssen. Porto vergab eine bessere Ausgangslage Ende November mit dem Heimremis gegen Austria Wien. Es folgte kurz darauf ein weiterer Rückschlag mit dem 0:1 gegen Academica Coimbra. Dies war Portos erste Niederlage in der heimischen Meisterschaft, nachdem man 53-mal in Serie ungeschlagen geblieben war. (si)

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