Aktualisiert 13.01.2006 22:08

Shrimps geworfen - Gast tot

Der Koch eines japanischen Restaurants soll Shrimps auf einen Kunden geworfen und damit dessen Tod verursacht haben.

So jedenfalls sieht es die Familie des US-Amerikaners Jerry Colaitis, die nun vor einem Gericht zehn Millionen Dollar Entschädigung erstreiten will. Der damals 43-Jährige aus Long Island habe sich den Nacken verrenkt, als er der Garnele ausweichen wollte, machte Anwalt Andre Ferenzo vor dem Obersten Gericht des US-Staats New York geltend. Colaitis sei zehn Monate später im November 2001 nach Komplikationen in Folge einer Nackenoperation gestorben.

Die Köche der Restaurantkette Benihana bereiten das Essen vor ihren Gästen zu. Der Anwalt des Unternehmens, Charles Connick, räumte ein, dass dabei bisweilen Speisen geworfen würden. Einige Kunden, vor allem Väter und Söhne, fänden Vergnügen daran, sie zu fangen. Das sei Teil der Show.

Doch sei es unwahrscheinlich, dass ein Koch, der von den Trinkgeldern seiner Kunden lebe, diese mit Lebensmitteln bewerfe, wenn er gebeten worden sei, das nicht zu tun. Und selbst falls dies geschehen sei, hätte der Tod Colaitis' nichts mit den fliegenden Shrimps zu tun, erklärte Connick. (dapd)

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