Coronavirus - Shutdown-Rebellin Daniela Liebi kämpft seit Monaten mit Long Covid
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CoronavirusShutdown-Rebellin Daniela Liebi kämpft seit Monaten mit Long Covid

Geschmacksverlust, Konzentrationsschwierigkeiten, chronische Müdigkeit: Daniela Liebi, die trotz Shutdown ihre Beiz im Berner Oberland öffnete, kämpft gegen Corona-Langzeitfolgen.

von
Marcel Urech
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Daniela Liebi hat sich im Dezember mit Corona angesteckt … (Screenshot: Januar 2021)

Daniela Liebi hat sich im Dezember mit Corona angesteckt … (Screenshot: Januar 2021)

20 Minuten
… und kämpft nun gegen die Langzeitfolgen des Virus. 

… und kämpft nun gegen die Langzeitfolgen des Virus.

20 Minuten
Der Bundesrat hatte im Januar den Gastro-Lockdown bis Ende Februar verlängert, worauf die Wirtin ihr Restaurant aus Protest trotzdem öffnete.

Der Bundesrat hatte im Januar den Gastro-Lockdown bis Ende Februar verlängert, worauf die Wirtin ihr Restaurant aus Protest trotzdem öffnete.

20min/Karina Romer

Darum gehts

  • Daniela Liebi leidet nach einer Infektion mit dem Coronavirus an Long Covid.

  • «Seit Monaten kämpfe ich jetzt schon mit den Folgen meiner Corona-Infektion», klagt die Beizerin.

  • Sie sorgte im Januar für Aufsehen, als sie trotz Shutdown ihr Restaurant im Berner Oberland öffnete.

Daniela Liebi sorgte dieses Jahr für Aufsehen: Im Januar öffnete die Beizerin trotz Shutdown ihr Restaurant im Berner Oberland, der Gastroverband Oberland West schloss sie danach vom Vorstand aus und die Junge SVP sammelte Geld für sie. Jetzt hat Liebi im «Blick» verraten, dass sie sich letzten Dezember mit dem Coronavirus infizierte und nun an Long Covid leide. «Seit Monaten kämpfe ich jetzt schon mit den Folgen meiner Corona-Infektion», klagt die Beizerin. «Keiner kann mir helfen und ich bin kurz vorm Verzweifeln!»

Wirtin Daniela Liebi im Interview, nachdem sie ihren Landgasthof Rothorn öffnete.

«Als Köchin ist das der Horror»

Am Anfang der Beschwerden habe sie gedacht, dass es wohl am Wirbel um ihre Beizenöffnung liege und sie deswegen noch nicht wieder fit sei. Doch bis heute habe sie sich nicht erholt, auch schmecke und rieche sie nichts, sagt Liebi. «Ich könnte eine Schale Chilischoten essen, als wären es Haferflöckli», sagt sie zu «Blick». «Als Köchin ist das der Horror.» Sie müsse zudem viel husten, könne sich kaum konzentrieren und sei chronisch müde. «Ich brauche zehn bis zwölf Stunden Schlaf pro Nacht, zudem gehe ich auch tagsüber immer wieder schlafen», so Liebi.

«Sie drohen mir mit dem Patent-Entzug», sagte Liebi nach der Öffnung ihre Restaurants.

Nun habe sie einen Termin im Inselspital für neurologische Abklärungen. Sie wolle zudem Alternativmedizin testen. Liebi kaufte laut «Blick» eine Flasche Sauerstoff zum Inhalieren, die ihr Energie gebe. Niemand traue sich, über Long Covid zu reden, sagt Liebi. «Ich will aber jetzt Betroffenen zeigen, dass sie nicht alleine sind.»

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