Shuttle-Landung in völliger Finsternis

Aktualisiert

Shuttle-Landung in völliger Finsternis

Nach 15 Tagen im All ist die US-Raumfähre Endeavour wieder auf der Erde. Der Shuttle mit sieben Astronauten an Bord landete mit eineinhalbstündiger Verspätung bei völliger Dunkelheit auf dem US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral im Bundesstaat Florida.

Die US-Raumfähre Endeavour ist nach 16 Tagen im All sicher zur Erde zurückgekehrt. Weil in letzter Minute Wolken aufgezogen waren, musste die Besatzung noch eine Ehrenrunde um die Erde drehen. Das Shuttle landete schliesslich nach Einbruch der Dunkelheit am Dienstag um 20:39 Uhr Ortszeit (Mittwoch, 00:39 MEZ) in Cape Canaveral im US-Staat Florida. Nachdem sich der Himmel wieder aufgeklart hatte, gab die Bodenkontrolle grünes Licht für das seltene Nachtlandemanöver.

Die Astronauten der Endeavour hatten während ihres Aufenthalts auf der Internationalen Raumstation (ISS) den kanadischen Weltraumroboter Dextre montiert und die Ankunft des japanischen Weltraumlabors Kibo vorbereit. Insgesamt absolvierten sie fünf Aussenbordeinsätze.

Mit der Endeavour kehrte auch der ESA-Astronaut Léopold Eyharts zur Erde zurück. Während seines 49-tägigen Aufenthalts im All war der Franzose massgeblich daran beteiligt, das europäische Weltraumlabor Columbus an der ISS anzubringen. Eyharts Platz auf der ISS nahm der US-Astronaut Garrett Reisman ein.

Aufregende Mission

Die Endeavour war am 11. März ins All gestartet - ebenfalls bei Dunkelheit. Insgesamt legte die Raumfähre rund 10,5 Millionen Kilometer zurück. Shuttle-Kommandant Dominic Gorie sprach von einer «super-lohnenden Mission», die von Anfang bis Ende aufregend gewesen sei. NASA-Chef Michael Griffin war voll des Lobes für die Astronauten. Die Mission hätte nicht besser laufen können, schwärmte er nach der Landung der Raumfähre.

Auf die dreiköpfige ISS-Besatzung kommt schon bald neue Arbeit zu: Am 3. April soll erstmals das unbemannte europäische Raumschiff Jules Verne an die Raumstation andocken. Eine Woche später kommen wieder Astronauten mit einer russischen Sojus-Kapsel zur ISS. Als nächste Raumfähre wird dann die Discovery Ende Mai mit dem japanischen Weltraumlabor Kibo zur ISS fliegen. (dapd)

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