Streamingstarts Februar 2021: Sias Regiedebüt löst einen Shitstorm aus
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Streamingstarts Februar 2021Sias Regiedebüt löst einen Shitstorm aus

Ihre Darstellung von Autismus kommt bei Betroffenen schlecht an, ausserdem startet eine Serie, die «Gilmore Girls»-Erinnerungen weckt – das und mehr gibts diese Woche neu als VoD und auf den Streamingdiensten.

von
Alisa Fäh

Trailer zu «Music».

Ascot Elite

Darum gehts

  • Jede Woche gibts Neues zum Streamen – wir stellen dir die spannendsten Neustarts vor.

  • Sia veröffentlicht ihr Spielfilm-Regiedebüt.

  • Netflix liefert eine Serie, die an «Gilmore Girls» erinnert.

  • Ausserdem widmet der Streamingdienst der Fussballlegende Pelé eine Doku.

«Music»

Music (Maddie Ziegler) ist autistisch und ihr Grosi plant den Alltag der Enkelin mit den immer gleichen Abläufen, damit Music sich sicher fühlen kann. Als die Grossmutter verstirbt, bleibt Music nur ihre Halbschwester Zu (Kate Hudson).

Zu hat mit Suchtproblemen zu kämpfen: Sie muss sich nun um Music kümmern und versucht mit der plötzlichen Verantwortung klarzukommen.

Kritik von Autismus-Betroffenen

Sia sagt, sie sieht den Film als Liebesbrief an Menschen mit Autismus, der Film wurde für zwei Golden Globes nominiert – dagegen wehren sich Menschen, die selbst von Autismus betroffen sind, mit einer Petition.

Der Vorwurf: In «Music» werde Autismus respektlos und stereotypisch dargestellt – und Maddie Ziegler, die die autistische Hauptfigur Music spielt, ist selbst nicht auf dem Spektrum. «Hier werden autistische Menschen auf genau die gleiche Weise nachgeahmt, wie sie ihr ganzes Leben lang schikaniert und verspottet wurden», schreiben die Initiant*innen.

Sia zieht sich zurück

Der Film kann gerade für Menschen mit Autismus schwierig sein: «Die Musik-Abschnitte sind mit Stroboskoplicht, Farben, lauten Geräuschen und schnellen Kamerabewegungen gefüllt, was sehr überstimulierend ist.»

Zum redaktionellen Zeitpunkt wurden bereits mehr als 116’000 Unterschriften gesammelt. Laut Eonline.com hat Sia sich Anfang Februar entschuldigt und danach ihren Twitter-Account gelöscht.

«Music» gibts ab dem 24. Februar als Video on Demand.

Lebst du oder lebt jemand, den du kennst, mit Autismus?

Hier findest du Hilfe:

Pro Mente Sana, Tel. 0848 800 858

«Ginny & Georgia»

Nach dem Staffelfinale 2007 kam die Serie um die alleinerziehende Mutter Lorelai und ihre Tochter Rory mit der Netflix-Fortsetzung «Gilmore Girls: A New Year» endgültig zu einem Ende.

Nun liefert Netflix eine Originalserie, die bei Fans den Trennungsschmerz lindern könnte: «Wir sind wie die Gilmore Girls, nur mit mehr Busen», sagt Georgia (Brianne Howey) im Trailer zu «Ginny & Georgia».

Wenn die Mutter kifft

Darin ziehen die alleinerziehende Georgia und ihre Tochter Ginny (Antonia Gentry) nach Massachusetts. Während Ginny versucht, nicht aufzufallen, kontaktiert Georgia den Highschool-Dealer, um an Marihuana zu kommen.

«Es geht um zwei Frauen, die versuchen, einander zu verstehen – während sie lernen, mit sich selbst klarzukommen», sagt Antonia Gentry bei ES.TV. «Das Drehbuch wurde von Frauen über komplexe Frauen-Charaktere geschrieben – ich habe mich gesehen gefühlt.»

«Ginny & Georgia» gibts ab dem 24. Februar auf Netflix.

Der Trailer zu «Ginny & Georgia».

Netflix

«Pelé»

Er gewann als einziger Fussballspieler überhaupt drei Weltmeistertitel: Nun wird dem brasilianischen Fussballstar Pelé, der den Geburtsnamen Edson Arantes do Nascimento trägt, eine Netflix-Doku gewidmet.

Produzent Kevin Macdonal kombiniert Archivmaterial mit noch nie ausgestrahlten Interviews, auch Pelés Kickerkollegen wie Jairzinho und Roberto Rivelino treten auf.

«Pelé» gibts ab dem 23. Februar auf Netflix.

Der Trailer zu «Pelé».

Netflix

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