Anti-Aging-Bier: Sich «schön trinken» - geht das?

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Anti-Aging-BierSich «schön trinken» - geht das?

Darmbakterien in Joghurt, Vitamine in Kaubonbons: Ein alter Hut! Die Functional-Food-Industrie hat längst einen viel lukrativeren Markt entdeckt. Höchste Zeit, einige der mehr oder weniger schmackhaften Anti-Aging-Produkte unter die Lupe zu nehmen.

von
rre

Anti-Aging-Bier: Der in Flaschen feilgebotene Gerstensaft der Klosterbrauerei Neuzelle soll Algenextrakte (Spirulina) und Quercetin enthalten, eine den sekundären Pflanzenstoffen zugehörige Substanz, hoch antioxidativ und somit der Zellalterung entgegenwirkend.

Gesunde Inhaltstoffe, die die durch Alkohol produzierten freien Radikale gleich wieder zunichte machen? Eine gute Idee, doch leider schwer umsetzbar: Damit der Jungbrunnen Wirkung zeigt, müsste das vermeintliche Anti-Aging-Produkt vermutlich kistenweise getrunken werden - unter Berücksichtigung eines Alkoholgehaltes von 4,8 % ein eher kontraproduktives, gar schädliches Unterfangen. Grund dafür ist, dass es für in Deutschland hergestellte und vertriebene Nahrungsmittel dieser Art einen Grenzwert für Zusatzstoffe gibt - sonst dürfen bestimmte Produkte nicht mehr als Nahrungsmittel, sondern müssten als Heilmittel deklariert werden.

Wirtschaftskrise, gesättigter Nahrungsmittelmarkt: Hier müssen findige Marketingstrategen den Karren aus der Konjunkturgrube ziehen. Mit welchen, teils obskuren Produkten das gelingen soll, zeigt Ihnen die Bildstrecke oben.

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