Aktualisiert 10.02.2020 12:06

Orkantief SabineSchulen streichen Unterricht wegen Sturm

Zahlreiche Schüler in der Schweiz müssen zum Wochenstart nicht zur Schule. Der Grund ist das Sturmtief Sabine.

von
nk/mon/woz
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Viele Schulen in der Schweiz haben den Unterricht am Montag gestrichen. (Symbolbild)

Viele Schulen in der Schweiz haben den Unterricht am Montag gestrichen. (Symbolbild)

Keystone/urs Flueeler
Grund ist das Sturmtief Sabine, das zum Wochenstart über die Schweiz zieht.

Grund ist das Sturmtief Sabine, das zum Wochenstart über die Schweiz zieht.

Der Bund hat eine Warnung der Gefahrenstufe 4 herausgegeben.

Der Bund hat eine Warnung der Gefahrenstufe 4 herausgegeben.

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Wegen des Sturmtiefs Sabine fällt an zahlreichen Schulen in der Schweiz der Unterricht aus. So etwa in Jonschwil SG. Die Schüler werden gebeten, am Montag- und Dienstagvormittag zu Hause zu bleiben, heisst es auf der Homepage. Am Nachmittag finde der Unterricht statt.

Es handle sich um eine Vorsichtsmassnahme, sagt Schulratspräsident Köbi Zimmermann zu 20 Minuten. «Am Schulstandort in Schwarzenbach haben wir derzeit einen eingerüsteten Rohbau. Dieser befindet sich direkt neben der Schulanlage.» Das Risiko bestehe, dass sich dort wegen des Windes Material lösen könne, so Zimmermann weiter. Zudem führe der Schulweg von Jonschwil nach Schwarzenbach an einem exponierten Waldstück vorbei. Der verpasste Schulstoff werde im Unterricht nachgeholt.

«Sicherheit geht vor»

Schulpflegepräsidentin Karin Jeber bestätigt auf Anfrage, dass auch in Grüningen ZH der Schulunterricht am Montag ausfällt: «Die Sicherheit der Kinder geht vor», so Jeber. Wie lange die Kinder schulfrei haben werden, sei vom Wetter abhängig: «Wir werden am Montag die Lage nochmals neu analysieren und anhand der Wetterprognose entscheiden, ob die Kinder am Dienstag ebenfalls schulfrei bekommen.»

Und auch in Hinwil fällt der Unterricht aus. «Die Sicherheit auf dem Schulweg ist nicht gewährleistet», heisst es in der Begründung auf der Internetseite. Wie es in einer Mitteilung heisst, fällt auch in Uster der Unterricht an allen Primarschulen am Montag aus. Wegen des angekündigten heftigen Sturms habe man sich kurzfristig dazu entschieden.

In Kleinlützel SO bleiben die Schulen am Montag ebenfalls geschlossen. «Per Rundtelefon und WhatsApp wurden wir Eltern darüber informiert», schreibt ein Leser. Er findet: «Sicherheit geht vor und die Kinder freuts.»

Im Kanton Baselland überlässt es der Krisenstab den Eltern und Erziehungsberechtigten, ob der Schulweg sicher genug ist für ihre Kinder. Dies geht aus der App von Alertswiss hervor.

«Werden den freien Tag sicher geniessen»

Leser P.W.* aus Lachen SZ zeigt sich skeptisch: «Wenn man momentan so rausschaut, fragt man sich, ob da nicht ein wenig übertrieben wird.» Seine Kinder haben am Montag ebenfalls schulfrei bekommen: «Für uns ist das organisatorisch nicht ganz so einfach, da meine Frau und ich berufstätig sind.» Er fügt aber an: «Die Sicherheit geht natürlich vor.» Eine Lösung hat W. in der Zwischenzeit gefunden: «Die Kinder kommen am Montag bei den Grosseltern unter und werden den freien Tag sicher geniessen.»

Auf der Internetseite der Schule Lachen steht: «Aufgrund des Sturmtiefs Sabine wird es am Montag zu starken Windböen kommen. Es besteht die Gefahr, dass Bäume umstürzen oder Äste und Ziegel weggewindet werden. Der Schulbetrieb wird deshalb eingestellt.» Weiter heisst es: «Wer dringend auf eine Betreuung angewiesen ist, kann sein Kind in die Schule schicken, wo es bis zwischen 07.30 bis 11.35 Uhr betreut wird.»

*Name der Redaktion bekannt

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