Sicherheit in den Clubs: Luzerner Projekt harzt
Aktualisiert

Sicherheit in den Clubs: Luzerner Projekt harzt

Die Luzerner Clubs sollen bald
gemeinsam für mehr Sicherheit in ihren Räumen sorgen. Die grossen Locations zeigen jedoch wenig Interesse.

von
Markus Fehlmann

Ab diesem Jahr sollen die Luzerner Clubs zusammen mit dem Drogenforum Innerschweiz (DFI) gemeinsam gegen Gewalt, Drogen und andere Probleme im Nachtleben vorgehen (20 Minuten berichtete). Im Raum steht unter anderem eine gemeinsame Liste mit Hausverboten. Doch nach ersten Gesprächen zeigt sich: Das Interesse für das Projekt Safer Clubbing hält sich bei den Betreibern in Grenzen. «Bis jetzt haben sich erst fünf Clubs für die Gründung eines entsprechenden Vereins gemeldet», sagt Herbert Willmann, Leiter der Fachstelle Suchtprävention beim DFI. Mit dabei sei zum Beispiel das Roadhouse; vor allem grosse Locations wie das Pravda oder das Casineum würden aber noch fehlen. «Wir starten deshalb jetzt einen weiteren Aufruf bei allen führenden Luzerner Betreibern.» Die Vereinsgründung soll noch im April stattfinden.

Zumindest beim Casineum dürfte der Aufruf nicht viel bewirken. «Wir erfüllen bereits jetzt internationale Sicherheitsstandards», sagt Wolfgang Bliem, CEO des Grand Casino Luzern. Zudem sei die angestrebte Hausverbotsliste rechtlich zumindest fragwürdig.

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