Offizieller Bericht: Sicherheit in russischen AKWs «unzureichend»
Aktualisiert

Offizieller BerichtSicherheit in russischen AKWs «unzureichend»

Nach dem Atomdesaster von Fukushima beteuerte Russlands Regierungschef, dass sein Land die weltweit besten Sicherheitssysteme für AKWs habe. Ein neuer Bericht der Behörden lässt daran Zweifel aufkommen.

Dass es um die Sicherheit der russischen Atomkraftwerke nicht zum Besten steht, findet auch diese Demonstrantin in Moskau (Aufnahme aus dem Jahr 2006).

Dass es um die Sicherheit der russischen Atomkraftwerke nicht zum Besten steht, findet auch diese Demonstrantin in Moskau (Aufnahme aus dem Jahr 2006).

Die russischen Atomkraftwerke sind einem offiziellen Bericht zufolge nur unzureichend auf Naturkatastrophen wie beispielsweise Erdbeben vorbereitet.

Die «bauliche Stabilität der meisten Kraftwerke» entspreche nicht den «derzeitigen Anforderungen», heisst es in einer von der Regierung in Auftrag gegebenen Untersuchung.

Dem Papier zufolge wurden in den zehn russischen Atommeilern mit ihren 32 Reaktoren insgesamt 30 Schwachstellen festgestellt. Sie beträfen sowohl die Sicherheit der Kraftwerke bei extremen Naturereignissen als auch unzureichende Notfallpläne für den Katastrophenfall.

Russlands Regierungschef Wladimir Putin hatte als Reaktion auf das Unglück im japanischen Fukushima zuletzt Ende April betont, dass die Atommeiler des Landes mit den «weltweit besten» Sicherheitssystemen ausgestattet seien.

Der Chef der russischen Atomenergiebehörde Rosatom, Sergej Kirijenko, sagte hingegen am Wochenende, in die Sicherheit der Atomanlagen des Landes müssten umgerechnet etwa 220 Millionen Franken investiert werden. (sda)

Russland und Ukraine schließen sich AKW-Stresstests der EU an

Russland und die Ukraine schließen sich nach Angaben der EU zusammen mit fünf weiteren Ländern den Stresstests für Atomkraftwerke der Europäischen Union an. Dabei soll geprüft werden, ob die Anlagen für Unfälle und Naturkatastrophen gerüstet sind. Die 27 Staaten der EU hatten sich im vergangenen Monat als Reaktion auf die Katastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima auf die Tests verständigt. Wie die EU am Donnerstag mitteilte, beteiligen sich auch Armenien, Kroatien, die Türkei und Weißrussland an dem Programm. Die Schweiz wird ebenfalls teilnehmen.

(dapd)

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