Sicherheits-Leck: Royals verklagen Zeitung
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Sicherheits-Leck: Royals verklagen Zeitung

Die britische Königshaus hat die Zeitung «Daily Mirror» und ihren Reporter Ryan Parry am Donnerstag wegen der Berichte über intime Details aus dem Buckingham Palast verklagt.

Parry hatte sich mit gefälschten Zeugnissen im Vorfeld des Staatsbesuch von US-Präsident George W. Bush eine Anstellung als Diener verschafft. Zwei Monate lang hatte er Zutritt zu allen Zimmern der königlichen Unterkunft.

Der «Mirror» deckte damit nicht nur eklatante Sicherheitsmängel auf, sondern berichtete am Mittwoch und Donnerstag auch genüsslich über Alltagsgewohnheiten am Hofe.

So erfuhren die Leser, dass Königin Elisabeth II. zum Frühstück Cornflakes und Haferflockenbrei aus Tupperdosen serviert bekommt und den dazu gereichten Toast unter dem Tisch an ihre Hündchen verfüttert.

Prinz Andrew soll morgens oftmals schlechte Laune haben, wenn er geweckt wird. In solchen Fällen jagt er die Diener angeblich mit unschönen Worten aus dem Zimmer.

Jetzt verklagt der Buckingham Palast die Zeitung samt Reporter auf Unterlassung weiterer Berichte dieser Art. Eine Palastsprecherin begründete die Klage mit Vertragsbruch seitens des Journalisten.

Jeder Diener am königlichen Hofe muss nach den Angaben einen Vertrag unterschreiben, der ihn zur Verschwiegenheit verpflichtet - das galt auch für Parry. Dieser hatte den Buckingham Palast erst verlassen, nachdem Bush und Ehefrau Laura am Dienstagabend eingetroffen waren.

(sda)

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