ZVV: Sicherheitsdienst ersetzt Zugschefs
Aktualisiert

ZVVSicherheitsdienst ersetzt Zugschefs

Ab dem Fahrplanwechsel vom 12. Dezember werden die Nacht-S-Bahnen auf dem Gebiet des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) durch einen neu geschaffenen Sicherheitsdienst begleitet.

Der neue Sicherheitsdienst unter dem Kommando der Transportpolizei der SBB hat beim Personal zu Unruhe und Unmut geführt. Denn der neue Sicherheitsdienst übernimmt einen grossen Teil der Aufgaben der heutigen Zugchefs. Betroffen sind laut SBB- Sprecher Daniele Pallecchi 147 Vollzeitstellen, die sich 220 Personen teilen.

Bis heute habe die SBB mit allen betroffenen S-Bahn-Zugchefs Gespräche über ihre berufliche Zukunft geführt, heisst es im Communiqué. Rund die Hälfte zeige grosses Interesse an einer Weiterbildung zum Zugbegleiter oder Zugbegleiterin im Fernverkehr. Knapp 30 Mitarbeitende hätten bereits eine neue Stelle angenommen.

Ebenfalls bestehe die Möglichkeit, eine Funktion innerhalb der neuen Sicherheitsorganisation zu übernehmen, beispielsweise in der Präventionsassistenz oder im Sicherheitsdienst. Die SBB führe die individuellen Gespräche im nächsten Jahr fort. Sie rechne damit, bis spätestens 2012 eine Lösung für sämtliche Mitarbeitenden zu finden.

Wie es im Communiqué weiter heisst, ist auch der Regierungsrat des Kantons Zürich vom Nutzen der neuen Sicherheitsorganisation im ZVV überzeugt. Dies geht aus der Antwort auf eine SP-Anfrage im Kantonsrat hervor.

Der Sicherheitsdienst wird schrittweise bis Ende 2012 auch während der normalen Betriebszeiten auf den S-Bahnen, Bussen, an Bahnhöfen und Haltestellen im ZVV-Verbundgebiet eingesetzt - nicht jedoch in den Städten Zürich und Winterthur. (sda)

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