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Beinbruch nach DiscobesuchtSicherheitsfirma bestreitet Tritt gegen Bein

Disco-Besucher Coskun Ediz erlitt einen Schien- und Wadenbeinbruch. Schuld soll der Tritt eines Türstehers sein. Die Sicherheitsfirma will davon nichts wissen.

von
amc
Coskun Ediz hat grosse Schmerzen: Er erlitt einen komplizierten Schien- und Wadenbeinbruch.

Coskun Ediz hat grosse Schmerzen: Er erlitt einen komplizierten Schien- und Wadenbeinbruch.

Drei Tage liegt nun Coskun Ediz im Waid Spital in Zürich. Er hat in der Nacht auf Samstag einen komplizierten Schien- und Wadenbeinbruch erlitten bei einem Besuch im Zürcher Club «Escherwyss». Wie es zum Knochenbruch kam, darüber gehen die Sichtweisen auseinander. Während Ediz und zwei seiner Kollegen von einem Tritt gegen das Schienbein durch einen Sicherheitsmann sprechen, bestreitet der Club den Übergriff. Der betrunkene Ediz sei vielmehr umgefallen und habe sich dabei das Bein gebrochen. Zum Sturz kam es, nachdem er ausfällig geworden sei, weil der Club ihm ohne Kleidermarke seine Jacke nicht geben wollte. «Der Sicherheitsmann fasste ihm daraufhin nur auf die Schulter, dabei fiel er aufs Gesäss», sagt Clubbetreiber Marco Cereda.

Ob ein Schien- und Wadenbeinbruch eine mögliche Folge des Sturzes ist oder es tatsächlich einen Tritt gab, bleibt unklar. Das Waid Spital – wo Ediz behandelt wird – hält sich verständlicherweise aus dem Streit heraus. Die zuständige Sicherheitsfirma CAS ist von einem Sturz von Ediz überzeugt: «Aufgrund unserer bisherigen Abklärungen gab es keinen Tritt von unserem Angestellten gegen den Gast», sagt Sicherheitschef Marcel Hirschi. Die Security-Firma hat nach eigenen Angaben bereits einige Angestellte und Gäste befragt, die vor Ort waren. Die Befragungen seien aber noch nicht abgeschlossen.

CAS will Konsequenzen ziehen

«Sollte sich die Sichtweise des Gastes bestätigten, werden wir die nötigen Konsequenzen ziehen», verspricht Hirschi. Es liege auch im Interesse der CAS, dass geklärt wird, was in dieser Nacht geschah und wer dafür verantwortlich ist. Weitere Angaben zum Zwischenfall möchte die CAS nicht machen – wegen der laufenden polizeilichen Ermittlungen. Coskun Ediz hat am Dienstagnachmittag eine Anzeige eingereicht. So wie es aussieht, wird wohl ein Richter über den Fall entscheiden müssen. Eine gute Nachricht gab es für Ediz so oder so: Sein komplizierter Bruch muss entgegen der ersten Einschätzung nicht noch mal operiert werden.

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