Durch Warnstreiks: Sicherheitspersonal legt deutsche Flughäfen lahm
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Durch WarnstreiksSicherheitspersonal legt deutsche Flughäfen lahm

Das Sicherheitspersonal mehrerer deutscher Flughäfen ist in den Streik getreten. Es wird zu Verspätungen und Flugausfällen kommen, da die Sicherheitskontrollen zu den Gates betroffen sind.

Das Sicherheitspersonal legt am Montag an mehreren deutschen Flughäfen die Arbeit nieder. (Video: Reuters)

An mehreren deutschen Flughäfen hat am frühen Montagmorgen das Sicherheitspersonal seine Arbeit niedergelegt. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte kurzfristig zu den Warnstreiks aufgerufen.

Um 4 Uhr begannen die Beschäftigten an den Flughäfen Düsseldorf, Köln-Bonn, Stuttgart und Baden-Baden/Karlsruhe mit ihren Arbeitskampfmassnahmen, wie Verdi-Verhandlungsführer Andreas Sander sagte.

Um 5 Uhr folgten die Beschäftigten in Bremen, Hannover und Berlin Schönefeld, um 5.30 die Angestellten in Berlin Tegel und um 6 Uhr soll das Sicherheitspersonal in Frankfurt am Main und Hamburg ebenfalls in den Warnstreik treten. Die Massnahmen sollen bis zum Mittag fortgesetzt werden.

«Es ist mit Verspätungen zu rechnen»

Die Gewerkschaft will mit den Streiks ihren Forderungen in den Verhandlungen über einen Manteltarifvertrag Nachdruck verleihen. Zum Sicherheitspersonal zählen unter anderem die Mitarbeiter bei den Gepäck- und Personenkontrollen.

Es wird zu Verspätungen bis hin zu Flugausfällen kommen, da die Sicherheitskontrollen zu den Fluggates bestreikt werden. «Es ist mit Verspätungen und Verzögerungen zu rechnen», sagte Verdi-Sprecher Christoph Schmitz. «Es geht darum, die Arbeitgeber zu treffen.» Deshalb wurden die Warnstreiks zum Teil erst kurzfristig angekündigt. Verdi vertritt im Sicherheitsbereich nach eigenen Angaben 15'000 Beschäftigte.

Planbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit

Mit dem Streik will die Gewerkschaft ihre Forderung nach «einheitlichen und gerechten Arbeitsbedingungen». «Die Kolleginnen und Kollegen haben ein Anrecht auf Planbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit - das ist jedoch ohne geregelte Dienstpläne und Schichtsysteme nicht möglich», kritisierte Sander.

Zudem verlangen die Beschäftigten unbefristete Arbeitsverträge, eine Begrenzung der Arbeitszeit für bestimmte Arbeitnehmergruppen sowie mehr Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung. Die Fluggäste sollten sich wegen der Warnstreiks vor der Anreise bei den Fluglinien und Reiseveranstaltern informieren, schrieb der Flughafen Düsseldorf auf seiner Homepage. (sda/dapd)

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