Sicherheitsrisiko Notebook
Aktualisiert

Sicherheitsrisiko Notebook

Notebooks werden immer beliebter. Die damit verbundenen Sicherheitsrisiken
werden massiv unterschätzt; die Folgen können katastrophal sein.

Im Gegensatz zu den standardisierten Arbeitsplätzen sind die Notebooks in Unternehmen schwieriger zu kontrollieren. Ausgefeilte firmenweite Sicherheitsmechanismen werden – teils unbewusst – mit Notebooks umgangen. Die Zusatzfunktionen der Geräte stellen ein besonderes Sicherheitsrisiko dar.

Notebooks sind per Definition mobil und somit starker mechanischer Beanspruchung ausgesetzt, was vor allem die Festplatte belastet und dies kann zu Datenverlust führen. Auch ist die Gefahr eines Diebstahls wesentlich grösser. Besonders schlimm, wenn neben dem Gerät vertrauliche Firmendaten in die falschen Hände gelangen. Viren, Würmer und Trojaner suchen mit immer raffinierteren Methoden nach ungeschützten Systemen. Aufgrund der heutigen weltweiten Vernetzung verbreiten sich neue Viren innert Stunden über den gesamten Globus. Da Notebooks keine ständige Verbindung zur Firmeninfrastruktur haben, ist die Installation der notwendigen Updates der Virenschutzprogramme schwieriger zu realisieren. Die vielfältigen Kommunikationskanäle wie Modem, Netzwerk, Wireless, Infrarot vereinfachen zwar das Arbeiten, stellen aber auch ein Risiko dar. Verkehren Notebooks über diese Kanäle ungeschützt im Internet und werden danach ans Firmennetzwerk angeschlossen, können die Sicherheitssysteme umgangen werden

und das Netzwerk wird von innen verseucht.

Carlos Rieder (crieder@hsw.fhz.ch)

Checkliste für Notebooks

Erschütterungen vermeiden, Schläge beschädigen die Festplatte und führen zum Verlust der Daten.

Regelmässiges Backup der Daten auf den Firmenserver oder auf CD sind zwingend nötig. Eine klare Ablagestruktur wirkt Wunder und schützt bei Datenverlust vor unliebsamen Überraschungen.

Virenschutz aktivieren, alle ein- und ausgehenden Dateien und E-Mails sind dauernd zu prüfen. Neuste Virensignaturen sind zumindest wöchentlich, besser täglich beim Hersteller herunterzuladen.

Firewall installieren, wenn das Notebook auch ausserhalb des geschützten Firmennetzes mit dem Internet verbunden wird. Grundregel für die Freigabeeinstellungen der Firewall: Alle Zugriffe verbieten, die nicht explizit nötig sind.

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