St. Galler Jugendliche benehmen sich in McDonald's Restaurants daneben

Aktualisiert

St. Gallen«Sie bewarfen uns mit Saucen» – McDonald’s-Mitarbeiterin packt aus

Die McDonald’s-Restaurants in St. Gallen sind vor allem bei Jugendlichen beliebt. An Wochenenden kommt es laut einer Mitarbeiterin oft zu Ansammlungen und unschönen Szenen. 

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Eine McDonald’s-Mitarbeiterin erzählt über ihre negativen Erfahrungen in der Spätschicht. (Symbolbild)

Eine McDonald’s-Mitarbeiterin erzählt über ihre negativen Erfahrungen in der Spätschicht. (Symbolbild)

20min/ Celia Nogler
Jugendliche, die randalieren und Mitarbeitende mit Saucen und Abfall bewerfen, seien nicht unüblich. 

Jugendliche, die randalieren und Mitarbeitende mit Saucen und Abfall bewerfen, seien nicht unüblich. 

20min/Matthias Spicher
Alkoholisierte Jugendliche suchen nachts den McDonald’s auf und schlafen manchmal sogar im Restaurant ein. (Symbolbild)

Alkoholisierte Jugendliche suchen nachts den McDonald’s auf und schlafen manchmal sogar im Restaurant ein. (Symbolbild)

20min/Celia Nogler

Darum gehts

  • Eine Frau aus St. Gallen arbeitet in einer McDonald’s-Filiale und beklagt sich über das Verhalten der Jugendlichen.

  • Lärm, Randale und Littering stehen an der Tagesordnung.

  • Die Stadtpolizei St. Gallen versucht, dem mit ihrer Präsenz an gewissen Orten in der Innenstadt vorzubeugen.

  • McDonald’s nimmt Stellung und arbeitet, wo nötig, eng mit Sicherheitsleuten zusammen.

Alkoholisierte Jugendliche, Abfall, Randale, Erbrochenes im Lavabo und freche Bemerkungen. Mit alldem ist eine Frau aus St. Gallen während ihrer Spätschicht im McDonald’s konfrontiert. «Es kam schon vor, dass sie uns aus dem zweiten Stock Saucen auf den Kopf geleert oder uns mit Abfall beworfen haben», sagt die Mitarbeiterin, die anonym bleiben möchte, zu 20 Minuten. Viel könne sie aber nicht dagegen machen, weil sie da nur arbeite.

«Es kommt vor, dass 15-Jährige, die um drei Uhr nachts nach Cannabis riechen, mit Sonnenbrillen reinlaufen, weil sie zu viel geraucht haben», sagt die St. Gallerin. Manchmal schlafe der eine oder andere auch im Restaurant ein. Die Toiletten müssen oft geschlossen bleiben. «Lassen wir die WCs offen, machen sie einfach alles kaputt», sagt sie.

Manchmal wird es ihr einfach zu viel. «Ich kann nicht die Arbeit der Eltern machen», so die St. Gallerin weiter. Angst habe sie vor den Jugendlichen aber nicht. «Als Mutter tun mir diese Menschen einfach leid. Nachts noch so herumlaufen und Blödsinn machen, geht nicht», sagt sie weiter. Einmal sei sogar ein Jugendlicher im WC eingeschlossen gewesen und nicht mehr aufgewacht. «Da musste dann die Polizei kommen», sagt sie.

Stadtpolizei zeigt Präsenz

Der Stadtpolizei ist bekannt, dass sich dort oft Jugendliche aufhalten und ansammeln. «Uns sind verschiedene Örtlichkeiten in der Innenstadt bekannt, wo vor allem an Wochenenden mehr los ist», sagt Dionys Widmer, Mediensprecher der Stadtpolizei St. Gallen.

An solchen Orten ist die Stadtpolizei oft präsent, um Lärm, Littering und weiteren Eskalationen vorzubeugen. «Wir suchen dann den Kontakt mit den Jugendlichen und machen sie darauf aufmerksam, wenn sie beispielsweise zu laut sind», sagt Widmer. Ausserdem bitte man diejenigen, die etwas essen oder trinken, ihren Abfall später ordentlich zu entsorgen.

McDonald’s setzt auf Sicherheitspersonal

«Das Zentrum von St. Gallen ist stark belebt und somit sind auch unsere Restaurants stark besucht», sagt Jae Ah Kim, Mediensprecherin McDonald’s Schweiz, auf Anfrage von 20 Minuten. Man setze dann, wenn sehr viele Gäste in den Restaurants sind, auf die Unterstützung von Sicherheitspersonal. Das sei auch schweizweit in den Stadtzentren der Fall.

Zudem führe man Schulungen und spezielle Trainings für Mitarbeitende durch. «Sie lernen, Risiken richtig einzuschätzen, Konflikte zu vermeiden und deeskalierend auf eine Situation einzuwirken», sagt Kim. Die Sicherheit der Mitarbeitenden und der Gäste stehe dabei im Vordergrund. 

War es dir in einem McDonald’s schon mal zu laut?

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Probleme mit Alkohol?

Hier findest du Hilfe:

Blaues Kreuz Schweiz, Beratungsstellen

Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Anonyme Alkoholiker, Tel. 0848 848 885

Feel-ok, Informationen für Jugendliche

My Drink Control, Selbsttest

Vergiftungsnotfälle, Tel. 145

Kinderseele Schweiz, Beratung für psychisch belastete Eltern und ihre Angehörigen

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