«Sie drohten damit, alles zusammenzuschlagen»
Aktualisiert

«Sie drohten damit, alles zusammenzuschlagen»

Mit Wasserwerfern und
Gummischrot ging die
Luzerner Polizei am
Samstag gegen
angetrunkene Fans
des FCSG vor.

«Es wirkte, als wäre Krieg: die Wasserwerfer und das Geknalle der Gummischrot-Gewehre», beschreibt FCSG-Trommler Didi Reifler die Auseinandersetzung vor der Luzerner Allmend am Samstag. Ein riesiger Aufmarsch von Polizeikräften habe die FCSG-Fans nach dem Match gegen Luzern empfangen. «Ziemlich provozierend», so Reifler. Laut Kommandant Ernst Röthlisberger hatte die Luzerner Polizei während des Spiels FCL – FCSG einen Hinweis «aus verlässlicher Quelle» erhalten: «St.Galler Fans drohten, auf dem Weg zum Bahnhof alles zusammenzuschlagen.» Das habe man ernst nehmen müssen, so Röthlisberger. Nach der Konfrontation mit der Polizei liessen die Fans erst recht Dampf ab: An Bussen, Zügen und am Bahnhof richteten sie Schäden von mehreren tausend Franken an. Und der Extrazug hatte 50 Minuten Verspätung, weil sechsmal die Notbremse gezogen wurde. Möglicherweise habe der Frust über die FCSG-Krise zur Eskalation beigetragen, meint Reifler: «Das ist dumm, damit schaden wir uns nur selbst.» Die Luzerner Polizei prüft eine Publikation von Bildern beteiligter Personen.

Annette Hirschberg

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