Ein Callboy packt aus: «Sie fühlen sich wie Gummipuppen»
Aktualisiert

Ein Callboy packt aus«Sie fühlen sich wie Gummipuppen»

Jerome war früher ein treuer Ehemann - heute verwöhnt er gegen Bargeld verheiratete Frauen. Der Callboy über seinen Alltag zwischen Vorspiel und Abrechnung.

von
Catharina Steiner
Callboy Jerome bedient die Frauen zwischen Aarau und Zürich.

Callboy Jerome bedient die Frauen zwischen Aarau und Zürich.

Jerome, wie läuft das Geschäft?

Gut! Es wird Winter, vielen ist kalt. Das merkt man.

Woher weiss eine Frau, die Sie buchen will, dass Sie ein guter Liebhaber sind?

Es geht nicht darum, wer was im Bett kann. Menschen sind individuell. Jeder hat eine andere Vorstellung von Sexualität. Eine Norm gibt es nicht.

Sie können also keine Orgasmusgarantie geben?

Schöne Frage. Bei Frauen kommen vielleicht zwei von zehn beim normalen Verkehr. Der Rest nicht.

Nicht mal bei Ihnen?

Ich habe so meine Tricks und Kniffe.

Wollte schon mal eine Kundin ihr Geld zurück?

Nein, das ist noch nicht vorgekommen.

Geht es beim Liebesspiel nicht sowieso mehr um Aufmerksamkeit als um Sex?

Ja. Manche Kundinnen sagen, sie fühlen sich daheim nicht mehr wie Frauen, sondern wie Gummipuppen. Der Mann kommt und das wars. Oft gibt es nicht einmal ein Vorspiel. Was entscheidend ist, ist doch die Zeit. Und die nehme ich mir.

Verführen Sie jede Frau gleich?

Man hat seine Routine, weil man merkt, dass sie funktioniert.

Ich massiere zuerst, dann verwöhne ich sie meist oral. Man merkt, wie die Frauen total abschalten, ganz woanders sind. Man muss dann aufpassen, dass sie nicht einschlafen.

Fällt es den Frauen leicht, über ihre sexuellen Wünsche zu sprechen?

Die, die es öfters mit einem Callboy machen, sagen es frei heraus. Bei den Schüchternen muss man oft nachfragen. Ich sage ihnen, dass sie sich von mir wünschen können, was sie sonst nicht bekommen, aber einmal erleben wollen. Dann macht es oben klick.

Verweigern Sie manchmal Wünsche? Gibt es Grenzen?

Bis jetzt ist das nicht vorgekommen. Frauen haben auch nicht so ausgefallene Fantasien, wie sie Männer vielleicht haben. Für mich gibt es keine Tabus, ausser sie wäre minderjährig.

Machen Sies mit Kondom?

Ja.

Ist das verhandelbar?

Nein.

Nicht alle Kundinnen sehen gut aus. Klappt es bei Ihnen, auch wenn Sie die Frau nicht attraktiv finden?

Ich stelle mir einfach schöne Bilder vor oder denke an eine Andere. Dann geht es immer.

Was kostet der Spass?

Eine Frau bucht mich mindestens zwei Stunden. Die erste kostet immer 200 Franken, zwei Stunden 300. Wenn wir uns aber zum Beispiel die ganze Nacht sehen, geht der Preis natürlich runter.

Viele Männer haben nicht so viel Standvermögen. Wie schaffen Sie es, immer und lange zu können?

Man übt mit den Frauen. Und eine körperliche Fitness und gesunder Lebensstil vereinfachen die Sache natürlich. Es kann ja nicht sein, dass ich es den Damen zehn Minuten mache und dann ist Feierabend.

Woran denken Sie, wenn Sie Ihren Orgasmus zurückhalten müssen? Fussball?

Nein, meine Exfrau.

Gemein. Funktioniert es?

Blendend sogar.

Sind Sie ein besserer Liebhaber, seit Sie Callboy sind?

Was heisst besserer Liebhaber? Ich war ja vorher keiner. Ich war Ehemann.

Mehr über den Alltag der Callboys lesen Sie hier.

Jerome ist einer von über 40 Gigolos, die man über die Website callboy-schweiz buchen kann. Die Seite verzeichnet 3000 Zugriffe im Monat - Tendenz steigend. Die meisten Besucherinnen kommen aus dem Kanton Zürich, gefolgt von Bern und St. Gallen. Zahlen zu registrierten Kundinnen führt die Kontakt-Plattform aus Diskretionsgründen nicht.

Jerome ist einer von über 40 Gigolos, die man über die Website callboy-schweiz buchen kann. Die Seite verzeichnet 3000 Zugriffe im Monat - Tendenz steigend. Die meisten Besucherinnen kommen aus dem Kanton Zürich, gefolgt von Bern und St. Gallen. Zahlen zu registrierten Kundinnen führt die Kontakt-Plattform aus Diskretionsgründen nicht.

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