«The Walking Dead»: Sie glaubt nicht an Zombies - er schiesst
Aktualisiert

«The Walking Dead»Sie glaubt nicht an Zombies - er schiesst

Da bekommt das Wort untot eine ganz neue Bedeutung: Nachdem sich ein US-Pärchen nicht über die Existenz von Zombies einigen konnte, schoss ein 26-Jähriger seiner Freundin in den Rücken.

von
phi

Sie heissen Jared und Jessica, mit Nachnamen Gurman und Gelderman. Dreieinhalb Jahre lang waren sie wohl unzertrennlich, bis die Eintracht der Liebenden sich an einer Glaubensfrage geschieden hat. Wie weh scheiden tun kann, musste Jessica Gelderman an einem Sonntagabend in New York brutal am eigenen Leib erfahren.

Die 27-Jährige und ihr ein Jahr jüngerer Freund sind am 2. Dezember im Ausgang, als das Gespräch auf die Serie «Walking Dead» fällt, die seit 2010 auf dem US-Sender AMC für Furore sorgt. Sie basiert auf Comics über eine post-apokalyptische Welt voller Zombies. Es kommt zum Streit, doch viel schlauer sind die Ermittler auch noch nicht.

«Ich weiss nur, dass er felsenfest überzeugt war, dass es irgendeine Art militärischer Panne geben könnte. Ihr Ergebnis wäre, dass irgendein Virus oder etwas Ähnliches frei wird, das schreckliche Dinge auslöst», zitiert «AM New York» Polizist Raymond Cote. Jessica fragt sich wohl, ob Jareds Hirn schon betroffen sein könnte. «Sie fand, dass es lächerlich war.»

Erst läuft sie zu den Eltern, dann ins Verderben

Ein Streit bricht aus und die Herzen der Liebenden: Jessica zieht am Ende die elterliche Heimat Jareds Behausung vor, wo sie eigentlich nächtigen wollte. Doch damit wird der Zombie-Zank noch nicht zu Grabe getragen – das Pärchen streitet per SMS weiter. Jared ist nicht nur todunglücklich, sondern auch fuchsteufelswild, so dass Jessica doch noch zu ihm fährt, um Frieden zu stiften.

Als Jessica in Jareds Haus kommt, hält er seine Flinte im Arm. «Sie hat versucht, die Situation zu entschärfen und ihn zu beruhigen. Sie sagte ihm: ‹Lass uns einfach ins Bett gehen.›», berichtet Polizist Cotes. Doch Jared ärgert sich nicht nur, dass seine Freundin aufgetaucht ist, sondern kann wohl die Untoten-Theorie nicht auf sich beruhen lassen.

«Oh mein Gott! Was hast du getan?»

«Jess kam in den Raum und ich habe auf sie geschossen und sie getroffen», gesteht Tunichtgut Jared. «Sie sagte: ‹Oh mein Gott! Was hast du getan?›» Das fragen sich auch die Ärzte im Spital, in das Jared Jessica bringt. Sie rufen die Cops, die den schiesswütigen Scharlatan dingfest machen. Die Kugel mit Kaliber 22 hat die Lunge der jungen Frau und Rippen durchbohrt. Ihr Zustand ist am Folgetag aber stabil.

An diesem Tag begräbt ein Richter auch Jareds Hoffnung auf eine Freilassung gegen Kaution – auch wenn sein Anwalt sagte, sein Mandat hätte versehentlich abgedrückt. Die Anklage lautet auf versuchten Mord mit bedingtem Vorsatz. Und das in Zusammenhang mit Untoten.

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