Museumsreif: Sie haben da noch einen Botticelli im Gesicht
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MuseumsreifSie haben da noch einen Botticelli im Gesicht

Das US-Künstlerpaar Laura Spector und Chadwick Gray erhebt Bodypainting in höhere Sphären: Die Vorlagen für seine Werke stammen von berühmten Malern.

von
kmo

Dass Schönheit leiden muss, weiss wohl niemand besser als der New Yorker Chadwick Gray. Er ist die menschliche Leinwand, wenn die Bodypainterin Laura Spector zum Pinsel greift. Und die braucht ihre Zeit, um ihre museumsreifen Gemälde an den Mann zu bringen: Bis zu 15 Stunden dauert eine Session jeweils.

Alles in allem hat Gray bereits über 800 Stunden stillgesessen. «Um möglichst unbeweglich zu bleiben, versuche ich in eine Art Trance zu fallen», erzählt er gegenüber der britischen «Daily Mail». Doch es ist jedesmal aufs Neue eine Herausforderung. Nachdem er einmal den Arm vier Stunden lang über den Kopf legen musste, brauchte er vier Tage, bis sich dieser wieder normal anfühlte.

Immer auf der Suche nach neuen Bildern

Die Ideen für ihre Werke holt sich das Künstlerpaar in Museen. Seit über 15 Jahren bereisen die beiden die Welt, immer auf der Suche nach einem noch tolleren Bild für ihr Projekt «Museum Anatomy», das sie auf ihrer Website beschreiben.

Am liebsten sind ihnen umstrittene Gemälde, die in den Lagern von so berühmten Häusern wie der Athener Nationalgallerie oder dem Londoner Victoria and Albert Museum verborgen sind. «Die meisten dieser Bilder zeigen Frauen, die von Männern gemalt wurden», sagt Laura Spector zu ihrer Wahl. «Wir drehen das Ganze um, indem die Frau den Mann (be)malt».

Spector und Gray stellen ihr Projekt vor:

(Quelle: YouTube/Shamblesguru)

Spector und Gray bei der Arbeit:

(Quelle: YouTube/Paint Naked)

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