Aktualisiert 21.05.2013 15:24

Miss-Kandidatin «Sie haben mich voll in die Pfanne gehauen!»

Miss-Schweiz-Kandidatin Melanie Seifried verzichtet freiwillig auf die Krone. Gegenüber 20 Minuten packt sie über das «unfaire» Verhalten der Produktionsfirma aus.

von
Lorena Sauter
Melanie Seifried hat genug: Sie verzichtet freiwillig aufs Missen-Krönchen. Bild: Thomas Buchwalder

Melanie Seifried hat genug: Sie verzichtet freiwillig aufs Missen-Krönchen. Bild: Thomas Buchwalder

Ihr Traum war es, die nächste Miss Schweiz zu werden. Doch nach wenigen Wochen nur schmiss Melanie Seifried in der Pre-Show vom Sonntag hin. Der Grund: Die Firma b&b Endemol, welche die Pre-Shows im Vorfeld der Wahl produziert. Das neue TV-Show-Konzept war Melanie zuwider. «Es hat nichts mehr mit der Miss Schweiz von früher zu tun. Vielmehr ist es jetzt wie ‹GNTM›. Für mich geht das gar nicht», sagt sie zu 20 Minuten. Missen-Mami Karina Berger wiegelt ab: «Wir wollten die Wahl anders ausrichten. Das haben wir von Anfang an kommuniziert.» Die Pre-Shows würden beim Publikum sehr gut ankommen, so Berger weiter.

Zwar hätte Melanie Bescheid gewusst, dass sie ständig von Kameras begleitet würde, dennoch habe sie es sich anders vorgestellt. «Von der ersten Sekunde an im Camp wurden wir gefilmt. Bis spät abends.» Doch es kommt noch dicker: Melanie fühlt sich nicht richtig dargestellt. «Einmal versicherten mir die Kameraleute, sie würden nicht filmen. Trotzdem wurde ich aufgenommen!» Melanie ist empört. «Sie haben mich voll in die Pfanne gehauen. Das ist nicht fair.»

Unfaires Verhalten. Findet Berger.

Berger kann das nicht nachvollziehen. Sie sagt: «B&b Endemol haben sehr professionelle Arbeit geleistet – und Melanie gleich wie alle anderen Kandidatinnen behandelt.» Beleidigt ist Berger nicht. Im Gegenteil: «Melanie darf natürlich diese Meinung haben. Wir zwingen ja niemandem die Missen-Krone auf. Aber dass sie jetzt öffentlich gegen die Produktionsfirma schiesst, ist natürlich ein wenig unschön.»

Der Fokus der Wahl liege nicht mehr beim Missen-Wettbewerb. Sondern bei der TV-Show. Die Produktionsfirma hätte mit Melanie gemacht, was sie wollte, klagt sie weiter an. Ihr Fazit: «Ich kann zwar hinter der Miss-Organisation stehen, hinter b&b Endemol aber nicht.»

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