30.11.2018 14:40

Strafgericht Basel-Stadt«Sie hat den Range Rover als Waffe benutzt»

Weil ein Mann sie übel beleidigt hatte, wollte eine Frau ihm Angst einjagen. Sie fuhr ihm über das linke Bein und wurde nun wegen schwerer Körperverletzung verurteilt.

von
lb
1 / 3
Eine heute 28-Jährige ist am 17. Oktober 2017 im Blumenrain mit einem SUV einem Mann zweimal über das linke Bein gefahren.

Eine heute 28-Jährige ist am 17. Oktober 2017 im Blumenrain mit einem SUV einem Mann zweimal über das linke Bein gefahren.

20 Minuten/las
Er soll sie zuvor vor dem Eingang zum Parkhaus Storchen aufs Übelste beleidigt haben.

Er soll sie zuvor vor dem Eingang zum Parkhaus Storchen aufs Übelste beleidigt haben.

20 Minuten/las
Die Frau wurde am Freitag, 30. November, zu 15 Monaten bedingter Freiheitsstrafe verurteilt.

Die Frau wurde am Freitag, 30. November, zu 15 Monaten bedingter Freiheitsstrafe verurteilt.

20 Minuten

Obwohl das Gericht der heute 28-jährigen Frau glaubt, dass sie dem Mann keinen körperlichen Schaden zufügen wollte, wurde sie am Freitag, 30. November, wegen vorsätzlicher schwerer Körperverletzung verurteilt.

Nach einem Streit, bei dem das spätere Opfer die nun Verurteilte und ihre Schwester übel beleidigt hatte, fuhr die 28-Jährige dem Mann zweimal über das linke Bein (20 Minuten berichtete). Nun wurde sie vom Strafgericht Basel-Stadt zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 15 Monaten und einer Schadensersatzzahlung in Höhe von 1000 Franken verurteilt.

«Sie hat aus Wut gehandelt»

Wie genau der Mann unter das Auto geriet ist unklar. Fest steht für das Gericht jedoch, dass die Fahrerin des Range Rover aus Wut und Kränkung gehandelt hat. Als sie im Auto sass und die beiden Männer auf der gegenüberliegenden Strassenseite erblickte, zog sie mit dem SUV auf die Gegenfahrbahn und auf das Trottoir. Dies um den Männern Angst einzujagen. «Sie hatte keine Schranken mehr und hat aus Wut gehandelt», so der Richter bei der Urteilsverkündung am Freitag.

«Sie hat den Range Rover als Waffe benutzt», sagte er. Auch wenn sie niemanden verletzen wollte, habe sie die Verletzungen doch in Kauf genommen. «Das Gericht ist erstaunt, dass nicht mehr passiert ist», sagte der Richter. Da die junge Frau eine tadellose Vorgeschichte habe und keine Gefahr bestünde, dass sie noch einmal straffällig wird, verzichtete man auf einen Landesverweis der türkischen Staatsangehörigen.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.