Aktualisiert 27.07.2018 08:57

Sara CunninghamSie ist das Ersatz-Mami bei LGTBQ-Hochzeiten

Die US-Amerikanerin Sara Cunningham führt LGBTQ-Paare an ihrem Hochzeitstag zum Altar. Ihr Engagement für die Community geht um die Welt.

von
dwe
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Die US-Amerikanerin Sara Cunningham engagiert sich als Mutter eines Homosexuellen für die LGBTQ-Community.

Die US-Amerikanerin Sara Cunningham engagiert sich als Mutter eines Homosexuellen für die LGBTQ-Community.

Facebook/Sara Cunningham
Vor einer Woche schrieb sie auf Facebook: «Wenn du eine Mutter bei deiner LGBTQ-Ehe brauchst, weil deine eigene nicht kommt – ruf mich an. Ich werde da sein.»

Vor einer Woche schrieb sie auf Facebook: «Wenn du eine Mutter bei deiner LGBTQ-Ehe brauchst, weil deine eigene nicht kommt – ruf mich an. Ich werde da sein.»

Facebook/Sara Cunningham
Sie selbst habe als Priesterin zahlreiche gleichgeschlechtliche Paare getraut und festgestellt, dass zahlreiche Eltern nicht oder nur widerwillig zur Hochzeit kämen.

Sie selbst habe als Priesterin zahlreiche gleichgeschlechtliche Paare getraut und festgestellt, dass zahlreiche Eltern nicht oder nur widerwillig zur Hochzeit kämen.

Facebook/Sara Cunningham

Nicht wenige Eltern weigern sich, ihr Kind an den Altar zu führen, wenn die Hochzeit nicht dem traditionellen Mann-Frau-Schema entspricht. Die US-Amerikanerin Sara Cunningham, selbst Mutter eines homosexuellen Sohnes, springt nun als Ersatzmami ein, damit die queeren Paare nicht ohne elterlichen Begleitung heiraten müssen.

Auf Facebook kündigte sie vor einer Woche an: «Wenn du eine Mutter bei deiner LGBTQ-Ehe brauchst, weil deine eigene nicht kommt – ruf mich an. Ich werde da sein. Als dein grösster Fan. Ich bringe sogar Seifenblasen mit.»

Andere Mütter und Väter machen mit

Als Grund für ihre Motivation nannte sie ihre Frustration, die sie als Priesterin erfahren habe. Sie selbst habe zahlreiche gleichgeschlechtliche Paare getraut und festgestellt, dass zahlreiche Eltern nicht oder nur widerwillig zur Hochzeit kämen.

«Ich dachte früher, mein Sohn würde für seine Sexualität in die Hölle kommen. Aber daran glaube ich nicht mehr», sagte sie zu «Buzzfeed». «Jetzt kämpfe ich mit aller Inbrunst für ihn und die Community, weil ich selbst erfahren habe, was Angst und Ignoranz anrichten können.»

Die Aktion von Cunningham fand grosse Beachtung im Netz. Ihr Posting wurde mehr als 8000 mal auf Facebook geteilt. Weltweit berichten Medien über die US-Amerikanerin. Zahlreiche User haben sich darauf ebenfalls als Vater- oder Mutterersatz angeboten.

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