Alina Marti (17): Die jüngste Schweizer Olympionikin hat grosse Ziele
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«Wollen eine Medaille»Sie ist mit 17 Jahren die jüngste Olympionikin der Schweiz

Die Schweizer Frauen-Nati im Eishockey steht trotz drei Niederlagen in der Gruppenphase im Viertelfinal. Das Team um die jüngste Schweizer Olympionikin Alina Marti hat grosse Ziele. 

von
Sven Forster
(aus Peking)
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Alina Marti ist die jüngste Schweizer Olympionikin. 

Alina Marti ist die jüngste Schweizer Olympionikin. 

Getty Images
Sie nimmt mit 17 Jahren zum ersten Mal an den Spielen teil. 

Sie nimmt mit 17 Jahren zum ersten Mal an den Spielen teil. 

REUTERS
Marti hat mit der Nati grosse Ziele. «Wir wollen eine Medaille».

Marti hat mit der Nati grosse Ziele. «Wir wollen eine Medaille».

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Darum gehts

  • Bei der Frauen Eishockey-Nati ist die jüngste Schweizer Olympionikin im Kader. 

  • Alina Marti ist 17 Jahre alt und spielt bei den ZSC Lions. 

  • Sie und das Team haben trotz eines schlechten Olympia-Starts grosse Ziele. 

Für die Schweizer Eishockey-Nati der Frauen lief es in der Gruppenphase nicht nach Plan. Gegen Kanada, Russland und die USA gab es jeweils deutliche Niederlagen. Einzig gegen Finnland im letzten Gruppenspiel konnte man gewinnen. Besonders gegen die Russinnen war aber mehr drin, wie Nati-Spielerin Alina Marti gegenüber 20 Minuten sagt: «Es war nicht der Start, den wir uns gewünscht haben. Wir haben im Spiel gegen Russland nicht viel falsch und nicht viel richtig gemacht. Wir müssen befreit spielen und an die Chance glauben.»

Marti ist mit 17 Jahren die jüngste Athletin der Schweiz an den Olympischen Spielen. Für die Zürcherin etwas besonderes: «Es ist natürlich eine Ehre. Eine Teilnahme bei den Olympischen Spielen ist allgemein eine Ehre, egal in welchem Alter. Es ist aber schon cool, die Jüngste zu sein.»

Die KV-Lernende, die derzeit bei den ZSC-Lions spielt, ist überwältigt von den Spielen. «Es ist ein unglaubliches Gefühl. Man kann es fast nicht glauben, dass man hier ist.» Für sie war die Eröffnungsfeier ein grosses Highlight, auch weil man dort mit grossen Sportstars unterwegs war. Im Olympiadorf hat sie bereits den weltberühmten Snowboarder Shaun White getroffen. «Aber auch Andres Ambühl ist für mich auch schon sehr prominent», ergänzt Marti mit einem Lächeln. 

Jeden Tag wird mit den Eltern telefoniert

Die Freizeit verbringt Marti meistens mit ihren Zimmerkolleginnen. Die Nati-Spielerinnen teilen sich jeweils zu viert ein Appartement mit eigenem Schlafzimmer. Es ist also eine WG auf kurze Zeit. «Am Abend werden oft Spiele gespielt», erzählt die Nati-Spielerin. Besonders Brandi Dog und Uno stehen dabei ganz hoch im Kurs. 

Die Erlebnisse an den Spielen kann die 17-Jährige auch mit ihren Eltern teilen. Jeden Tag stehen sie in Kontakt. «Beim Abschied sind bei meiner Mutter auch ein paar Tränen geflossen», erklärt Marti. Weiter sagt sie: «Meine Eltern hat es sehr gefreut, dass ich bei den Spielen dabei bin. Sie freuen sich aber sicher, wenn ich wieder zurück bin.»

Am Besten soll dies mit Edelmetall um den Hals sein. Denn: Die Hockey-Nati hat trotz den Niederlagen ein Ziel vor Augen: eine Olympia-Medaille wie bei den Olympischen Spielen vor acht Jahren. Zum Vergleich: Damals war Marti erst gerade neun Jahre alt. «Wir glauben auch daran, dass wir das schaffen können», meint das Hockey-Talent. Der Viertelfinal, für den die Schweiz aufgrund der Gruppeneinteilung bereits von Anfang an qualifiziert war, steht am Samstag gegen Russland an. 

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