Einbruchswelle: «Sie kamen am helllichten Tag und mit Schlagstock»
Aktualisiert

Einbruchswelle«Sie kamen am helllichten Tag und mit Schlagstock»

Wieder haben Einbrecher in Röschenz zugeschlagen: Trotz einer privaten Sicherheitsfirma, die im Dorf patrouilliert – und diesmal mit Schlagstock und Pistole.

von
Samuel Hufschmid
Die Einbrecher bedrohten den Sohn der Familie mit einer Pistole und schlugen ihn.

Die Einbrecher bedrohten den Sohn der Familie mit einer Pistole und schlugen ihn.

Das kleine Baselbieter Dorf Röschenz wurde im Dezember von einer massiven Einbruchswelle heimgesucht. Nach 17 Einbrüchen und mehrere Einbruchsversuchen hat der Gemeinderat reagiert und eine private Sicherheitsfirma engagiert.

Dennoch kam es am Donnerstag erneut zu einem Einbruch. «Das war brutaler als jemals zuvor», erzählt ein Nachbar der Liegenschaft, die ausgeraubt wurde. «Zwei Männer klingelten am Nachmittag. Als der Sohn die Türe öffnete, drangen sie maskiert ein, bedrohten ihn mit einer Pistole und schlugen ihn mit einem Schlagstock nieder.»

Die Wohnung wurde leergeräumt

Danach hätten die Täter den jungen Mann im Keller eingesperrt und die Wohnung leergeräumt. Glücklicherweise sei der Bruder des Opfers kurz darauf nach Hause gekommen und habe ihn befreien können. Andere Dorfbewohner sowie zwei Leserreporter von 20 Minuten bestätigen den Vorfall.

Auch die Baselbieter Polizei bestätigt auf Anfrage, dass am Donnerstag ein junger Mann in Röschenz in seinem Haus niedergeschlagen wurde. «Gemäss derzeitigem Ermittlungsstand gehen wir jedoch nicht davon aus, dass es sich um einen Einbruchdiebstahl handelt», so Polizeisprecher Nico Buschauer. Weitere Details zum Vorfall gab die Polizei nicht bekannt.

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