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Texas«Sie lassen es einfach runterbrennen»

Wegen eines Feuers in einer Chemiefabrik ist in den USA die Evakuierung einer gesamten Stadt mit zehntausenden Bewohnern angeordnet worden. Die Stadt Bryan im US-Bundesstaat Texas liege unter einen orangen Rauchwolke.

Von der Evakuierung waren zwischenzeitlich bis zu 80 000 Menschen betroffen. Später wurden die Sicherheitsmassnahmen auf einen Radius von knapp vier Kilometern rund um den Brandort zurückgenommen, berichteten örtliche Fernsehsender.

In der Fabrik werden auch Düngemittel hergestellt. Auf dem Gelände soll Ammoniumnitrat - ein Hauptbestandteil vieler Düngemittel und Sprengstoffe - lagern, das Haut und Lunge schädigen kann.

Verletzt wurde durch das Feuer niemand. Zum Teil wurden die Menschen aus den gefährdeten Gebieten in einem Football-Stadion untergebracht. Nach Angaben des Nachrichtensenders CNN wurden zehn Menschen mit Atemwegproblemen in Spitäler gebracht.

Feuer lässt sich nicht löschen

Der Aufruf zur Evakuierung war nicht verpflichtend. Deshalb blieben viele Einwohner einfach in ihren Häusern. Sie wurden von den Behörden aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Der Brand in der Fabrik war am Mittag ausgebrochen. Über der Fabrik bildete sich eine Rauchsäule, die sich über Dutzende Kilometer erstreckte. Die Behörden vermuten Schweissarbeiten als mögliche Brandursache.

Die Feuerwehr konnte den Brand in der Fabrik bislang nicht löschen. Dies wäre zu gefährlich für die Einsatzkräfte, sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung. «Sie lassen es einfach runterbrennen.» Dies könne mehrere Stunden dauern. (sda)

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