Mahnwachen: AKW-Gegner protestierten 426-mal gegen Mühleberg
Aktualisiert

MahnwachenAKW-Gegner protestierten 426-mal gegen Mühleberg

Seit über acht Jahren protestiert eine kleine Gruppe jede Woche vor dem BKW-Hauptsitz. Ihr Versprechen habe sie gehalten, aber ihr Ziel noch nicht erreicht.

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Sie haben 426-mal gegen das AKW Mühleberg demonstriert: Barbara und Ursula Zimmermann und Tom Klöti.

Sie haben 426-mal gegen das AKW Mühleberg demonstriert: Barbara und Ursula Zimmermann und Tom Klöti.

Franziska Rothenbühler/Der Bund
Sie führten am Freitag ihre 426. und letzte Anti-AKW-Mahnwache vor dem Hauptsitz der Betreiberin BKW durch.

Sie führten am Freitag ihre 426. und letzte Anti-AKW-Mahnwache vor dem Hauptsitz der Betreiberin BKW durch.

Keystone/Peter Schneider
Mit der Mahnwache begannen Barbara Zimmermann, Ursula Zimmermann und Thomas Klöti nach dem Super-GAU im japanischen Atomkraftwerk Fukushima. Unmittelbar nach dieser Katastrophe forderten teilweise Hunderte vor dem BKW-Hauptsitz den Ausstieg aus der Atomenergie.

Mit der Mahnwache begannen Barbara Zimmermann, Ursula Zimmermann und Thomas Klöti nach dem Super-GAU im japanischen Atomkraftwerk Fukushima. Unmittelbar nach dieser Katastrophe forderten teilweise Hunderte vor dem BKW-Hauptsitz den Ausstieg aus der Atomenergie.

Keystone/Lukas Lehmann

Als am Freitagmittag um 12.30 Uhr in Mühleberg das Atomkraftwerk abgeschaltet wurde, feierten in Bern AKW-Gegner zwei Aktivistinnen und einen Aktivisten: Sie führten am Freitag ihre 426. und letzte Anti-AKW-Mahnwache vor dem Hauptsitz der Betreiberin BKW durch.

Mit der Mahnwache begannen Barbara Zimmermann, Ursula Zimmermann und Thomas Klöti nach dem Super-GAU im japanischen Atomkraftwerk Fukushima. Unmittelbar nach dieser Katastrophe forderten teilweise Hunderte vor dem BKW-Hauptsitz den Ausstieg aus der Atomenergie. Dort wurde auch ein Zeltlager aufgebaut.

Polizei räumte Lager

Als im Juni 2011 die Polizei das Zeltlager räumte, endeten die grösseren Proteste, doch die beiden Schwestern und Thomas Klöti blieben. Über all die Jahre hinweg stellten sie sich immer am Freitagmittag mit ihren Anti-AKW-Fahnen aufs Trottoir vor dem BKW-Hauptsitz beim Viktoriaplatz in Bern. Sie versprachen: «Wir bleiben, bis das AKW Mühleberg abgeschaltet wird!»

Am Freitag führten sie nun beim Berner Viktoriaplatz ihre 426. und letzte Mahnwache durch und wurden von vielen AKW-Gegnern gefeiert. Thomas Klöti sagt, er empfinde vor allem Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür, dass er den Moment der Abschaltung des AKW Mühleberg erlebt habe.

«Das ist mein Weihnachtsgeschenk»

«Dieser Tag ist mein Weihnachtsgeschenk», sagte Ursula Zimmermann. Die Mahnwachen hätten sicher nur zu einem sehr kleinen Teil zur Abschaltung des AKW Mühleberg beigetragen. Mehr dazu beigetragen habe das Protestcamp von März bis Juni 2011.

Entscheidend für die Abschaltung seien aus ihrer Sicht jene gewesen, die alternative Energieträger entwickelten. Und jene kritischen Wissenschaftler, die aufgezeigt hätten, dass bei voller Kostenwahrheit Atomkraftwerke nicht rentierten.

Es sei ihnen aber nie nur um Mühleberg gegangen, schreiben die Aktivisten in einer Mitteilung. «Eigentlich wollen wir die Stilllegung aller AKW.» Ihr Versprechen hätten sie aber eingehalten: «Die Mahnwache bleibt hier, bis das AKW Mühleberg abgeschaltet wird.»

(SDA)

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