Fischsterben in China: «Sie sahen aus wie Schneeflocken»
Aktualisiert

Fischsterben in China«Sie sahen aus wie Schneeflocken»

In China wurden 100'000 Kilogramm tote Fische in einem Fluss geborgen. Die Behörden gehen von einer Vergiftung aus.

von
dia

Aus einem Fluss in Zentralchina sind 100'000 Kilogramm tote Fische geborgen worden. Hintergrund sei eine Vergiftung mit Ammoniak aus einer Chemiefabrik, erklärten Umweltbehörden und staatliche Medien am Mittwoch.

Die gewaltigen Mengen toter Fische waren am Montag am Fuhe-Fluss entdeckt worden. Der Verdacht fiel auf die Firma Hubei Shuanghuan Science and Technology Stock. Nach Behördenangaben ergaben Messungen am Abflussrohr der Fabrik, dass die Ammoniak-Konzentration weit über den nationalen Grenzwerten lag.

Probleme für Dorfbewohner

Das Fischsterben dürfte das nahe gelegene Dorf Huanghualao in Bedrängnis bringen, wo 1600 Menschen vom Fischfang leben, wie der örtliche Sekretär der Kommunistischen Partei, Wang Sanquin, sagte. «Die toten Fische bedeckten den gesamten Fluss und sahen aus wie Schneeflocken», sagte er. Den Verlust schätzte er auf etwa 70'000 Yuan pro Tag (rund 8700 Euro).

In China gibt es immer wieder ähnliche Probleme, laxe Kontrollen tragen dazu bei, dass die Umweltverschmutzung nicht wirklich eingedämmt wird. Anfang des Jahres hatte eine mysteriöse Flut von Tausenden toter Schweine in einem Fluss bei Shanghai Schlagzeilen gemacht.

(dia/sda)

Deine Meinung