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Horrortat«Sie servierten ihre Leiche mit Kartoffeln»

Im russischen St. Petersburg musste ein Prozess gegen zwei Kannibalen vertagt werden – weil es den Geschworenen schlecht wurde, als sie die Bilder der Opfer sahen.

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Die Angeklagten Maxim Golovatskikh (links) und Yury Mozhnov. (Bildausriss: Daily Mail)

Die Angeklagten Maxim Golovatskikh (links) und Yury Mozhnov. (Bildausriss: Daily Mail)

Die Kannibalen von St. Petersburg: Die beiden 20-jährigen Maxim Golovatskikh und sein Freund Yury Mozhnov hatten an einem Abend im Januar dieses Jahres die 16-jährige Karina Barduchian in einer Badewanne ertränkt und ihre Leiche zerstückelt. Die gekochten Körperteile servierten sie am Tag danach ihrer Mitbewohnerin Ekaterina Zinoveyva.

Seit Montag stehen beide Angeklagte vor dem Richter. Doch kaum begonnen, musste der Prozess vertagt werden: Einer der Geschworenen habe der Anblick der Bilder, die die Anklage präsentierte, nicht ertragen können.

Mitbewohnerin ass vom Eintopf

Mitbewohnerin Ekaterina Zinoveyva erzählte während ihrer Aussage, dass an jenem Abend die vier jungen Leute eine Party feierten. Das Opfer sei mit Maxim Golovatskikh liiert gewesen. «Maxim und Karina gingen zusammen auf die Toilette und ich legte mich schlafen», erzählte sie dem Richter.

«Ich hörte Wassergeräusche, machte mir aber keine grossen Gedanken. Erst später stand ich auf und ging nachsehen, was los ist», so Zinoveyva weiter. Dabei sei Yury ihr in den Weg gestanden und habe gesagt, es sei alles in Ordnung, sie solle wieder zurück in ihr Zimmer.

«Die beiden hatten schon vorher darüber gewitzelt, dass sie Karina umbringen wollten, aber ich habe nie gedacht, dass sie das ernst meinten», erzählt die junge Frau weiter. Am nächsten Tag hätten Maxim und Yury, von Beruf Florist, ihr einen Eintopf angeboten. Sie habe davon gegessen – und sich nichts dabei gedacht. Nach der Festnahme ihrer Mitbewohner habe sie erfahren, dass sie Menschenfleisch gegessen hatte.

Verhandlung wird abgebrochen

Die Körperreste der toten Karina soll das Gothic-Duo später entsorgt haben. «Sie zerstückelten ihre Leiche, assen einige Teile davon und warfen den Rest weg», erklärte Staatsanwalt Andrei Levrenko. «Sie kochten das Fleisch und servierten es mit Kartoffeln», so die Anklage weiter.

Bei ihrer Verhaftung hätten die 20-Jährigen erklärt, sie hätten «einen Drang zu essen» verspürt. In ihrem Geständnis behaupteten sie, stark betrunken und hungrig gewesen zu sein.

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