Tödlicher Unfall in Uster ZH: «Sie sind auf dem Sonnensegel herumgesprungen – dann riss es»

Publiziert

Tödlicher Unfall in Uster ZH«Sie sind auf dem Sonnensegel herumgesprungen – dann riss es»

Drei Kinder stürzten in Uster ZH von einem Sonnensegel, eines verstarb. So beschreibt ein Augenzeuge den Unfall.

von
Monira Djurdjevic

So erlebte Augenzeuge Alejandro Velez (16) den Unfall.

Bei einem Unfall auf einem Schulgelände haben am Samstagabend in Uster drei Kinder unbestimmte Verletzungen erlitten. Einer der 9-jährigen Knaben ist in der Nacht auf Sonntag im Spital seinen Verletzungen erlegen, wie die Kantonspolizei Zürich mitteilte. Die zwei anderen Kinder sind noch in Spitalpflege. Der 11-Jährige befindet sich in kritischem, aber derzeit stabilem Zustand.

Im Quartier zeigt man sich bestürzt: «Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen und musste an die verletzten Buben denken», sagt eine Mutter, die gleich neben dem Schulhaus wohnt. Auch ihre Kinder würden oft auf dem Schulhausareal spielen: «Wir kennen uns alle hier und fühlen mit den Eltern mit.»

1 / 15
Ein neunjähriges Kind ist in Uster gestorben.

Ein neunjähriges Kind ist in Uster gestorben.

BRK News
Aus bislang unbekannten Gründen riss das Blachendach und die Buben stürzten aus etwa drei Metern in die Tiefe.

Aus bislang unbekannten Gründen riss das Blachendach und die Buben stürzten aus etwa drei Metern in die Tiefe.

BRK News
Die Kinder wurden verletzt.

Die Kinder wurden verletzt.

BRK News

Wie Freunde der Verletzten sagen, hätten sich die Buben Knochenbrüche zugezogen. «Soweit ich weiss, sind sie auf dem Sonnensegel herumgesprungen. Dann ist es gerissen.» Alejandro Velez war vor Ort, als der Unfall passierte. Der 16-Jährige alarmierte die Polizei und kümmerte sich um die Jungs, bis die Einsatzkräfte eintrafen. «Die Buben waren ohnmächtig», so Velez.

In der Wohnung des verstorbenen Buben haben sich Angehörige und Bekannte der Familie versammelt. Wie der Onkel des 9-Jährigen sagt, befindet sich die Mutter des Buben in einem Schockzustand. Sie könne sich zum jetzigen Zeitpunkt deshalb nicht äussern. In dem Mehrfamilienhaus wohnen alle drei Buben, wie die Schwester eines Verunfallten sagt. Ihr Bruder sei zurzeit im Spital. Er habe einige Kochenbrüche erlitten, es gehe ihm den Umständen entsprechend aber gut.

«Unsere Gedanken sind bei den Kindern und ihren Familien», sagt Schulpräsidentin Patricia Bernet. «Wir informieren unsere Mitarbeitenden und die Betroffenen und sind mit ihnen in Kontakt.» Die Kinder sollen, so Bernet weiter, von einem Care-Team betreut werden.

Deine Meinung