Auf Zebrastreifen angefahren: Sie starb, weil er betrunken gefahren ist
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Auf Zebrastreifen angefahrenSie starb, weil er betrunken gefahren ist

Im September 2020 kam es in St. Gallen zu einem folgenschweren Verkehrsunfall. Eine damals 42-Jährige wurde auf dem Fussgängerstreifen angefahren. Der Lenker war betrunken. Nun wurde er per Strafbefehl verurteilt.

von
Jeremias Büchel
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Über diesen Fussgängerstreifen lief die damals 42-jährige Frau. 

Über diesen Fussgängerstreifen lief die damals 42-jährige Frau.

Stapo SG
Wegen des Aufpralls wurde sie zehn Meter weit weggeschleudert. 

Wegen des Aufpralls wurde sie zehn Meter weit weggeschleudert.

Stapo SG
Nach dem Unfall wurde die Frau ins Kantonsspital St. Gallen gebracht, wo sie später verstarb. 

Nach dem Unfall wurde die Frau ins Kantonsspital St. Gallen gebracht, wo sie später verstarb.

KSSG

Darum gehts

  • Ein Betrunkener (1,32 Promille) ist im Herbst 2020 ungebremst in eine Frau gefahren, die einen Fussgängerstreifen überquerte.

  • Die Frau wurde durch den Aufprall zehn Meter weit weggeschleudert.

  • Sie verstarb nur Stunden später.

  • Der Lenker wird nun bestraft.

An einem Freitagnachmittag im September 2020 überquerte eine damals 42-jährige Frau einen Zebrastreifen in der Stadt St. Gallen, als gleichzeitig ein Mann mit seinem Auto die Strasse befuhr. Der Mann war betrunken, laut Strafbefehl der Staatsanwaltschaft St. Gallen hatte er 1,32 Promille intus. Der damals 58-jährige Mann schaute nicht auf die Strasse und erfasste mit seinem Auto die Frau auf dem Fussgängerstreifen. In der Folge wurde die Frau rund zehn Meter weit auf die Gegenfahrbahn geschleudert und blieb dort mit schweren Kopfverletzungen liegen. Der betrunkene Lenker fuhr nach dem Unfall nochmals 73 Meter weiter, bevor er seinen Kleinwagen zum stoppen brachte und am rechten Rand anhielt.

Tod wäre vermeidbar gewesen

Sechs Stunden nachdem der Mann die Frau mit seinem Auto ungebremst erfasste, verstarb diese im Spital. Sie hatte ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Der Tod der Frau wäre laut Strafbefehl vermeidbar gewesen. Deshalb verurteilte die Staatsanwaltschaft den Lenker wegen fahrlässiger Tötung und «des Führens eines Motorfahrzeuges in fahrunfähigem Zustand». Bestraft wird der Mann im Strafbefehl mit einer bedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu 70 Franken bei einer Probezeit von zwei Jahren sowie einer Busse von 2520 Franken. Zudem werden ihm Verfahrenskosten von über 7000 Franken auferlegt.

Der Strafbefehl ist noch nicht rechtskräftig.

Hast du oder jemand, den du kennst, ein Problem mit Alkohol?

Hier findest du Hilfe:

Sucht Schweiz, Tel. 0800 104 104

Safezone.ch, Onlineberatung

Feel-ok, Informationen für Jugendliche

MyDrinkControl, Selbsttest

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