Crnogorcevic: Sie verschickte 500 SMS für ein Heimspiel in Thun
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CrnogorcevicSie verschickte 500 SMS für ein Heimspiel in Thun

Für Ana-Maria Crnogorcevic, Rekord-Torschützin der Nati, geht am Dienstag ein Traum in Erfüllung.

von
fas

Trump oder Blocher? Das sagt die Schweizer Nationalspielerin Ana-Maria Crnogorcevic. (Video: Fabian Sangines)

Dass sie das heutige EM-Qualifikationsspiel (19 Uhr) gegen Kroatien bestreitet, ist nicht das Besondere. Zum Herkunftsland ihrer Eltern hat Ana-Maria Crnogorcevic wenig Bezug, an Festtagen gibt es vielleicht ein Telefonat mit Verwandten. Früher ist sie mit ihrer Familie jeden Sommer hingefahren. Crnogorcevic betont: gefahren. Gefolgt von einem tiefen Seufzer. Von Steffisburg bis Split – 13 Stunden. Mittlerweile sei sie aber vier Jahre nicht mehr dort gewesen. Das Kroatischste an ihr? «Mein Temperament.»

Die Partie ist vielmehr wegen des Austragungsorts speziell: Thun. «Endlich», so Crnogorcevic. Um die Ecke – in Steffisburg – wurde sie 1990 geboren, hier spielte sie Fussball, erst beim FC Steffisburg, dann bei Rot-Schwarz Thun, ehe sie 2009 loszog nach Hamburg zum HSV. Inzwischen stürmt sie in Portland (USA). Um mit der Nati einmal «zu Hause» zu spielen, hat die Berner Oberländerin lange «gestürmt», wie sie selber sagt.

«Ungefähr 500 SMS» habe sie Team-Managerin Sonja Testaguzza geschickt, um dafür zu weibeln. Und auch bei Nati-Trainer Nils Nielsen habe sie Überzeugungsarbeit geleistet.

Nur logisch also, dass die 29-Jährige sich ins Zeug legt, um die Stockhorn-Arena zu füllen. Neben der Familie kommen auch frühere Mitspielerinnen aus Thun und Steffisburg. Den Support des Heimpublikums kann die Schweiz gebrauchen. Von Kroatien ist mehr Gegenwehr zu erwarten als in den ersten beiden Partien von Litauen. Trotzdem ist die Schweiz favorisiert. Crnogorcevic: «Wir sind besser besetzt.»

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