Aktualisiert 24.05.2019 06:08

Auf Bühne verlobt

«Sie war erstaunt, dass ich ihr einen Antrag mache»

Auf der Bühne hat Raffael L. seiner Partnerin einen Antrag gemacht. Das war auch für Beat Schlatter ein einzigartiger Moment.

von
tam
1 / 6
Raffael L.* und seine Partnerin Daniela durften am Dienstag im Bernhard-Theater Zürich auf der Bühne sitzen.

Raffael L.* und seine Partnerin Daniela durften am Dienstag im Bernhard-Theater Zürich auf der Bühne sitzen.

Es war in der Bingo-Show von Komiker Beat Schlatter und Anet Corti.

Es war in der Bingo-Show von Komiker Beat Schlatter und Anet Corti.

L. hatte einen Heiratsantrag eingefädelt.

L. hatte einen Heiratsantrag eingefädelt.

Es sah aus wie eine zufällige Wahl, als Raffael L.* und seine Partnerin Daniela am Dienstag im Bernhard-Theater Zürich auf der Bühne sitzen durften. Sie hatten sich in der Pause per SMS für die VIP-Lounge beworben – und gewonnen. So durften sie in der Bingo-Show von Beat Schlatter und Anet Corti in einer Sauna aus Holz Platz nehmen. Nach fünf Minuten lüftete Schlatter das Geheimnis: L. hatte einen Heiratsantrag eingefädelt.

«Vor dem Antrag war ich sehr nervös, aber nicht wegen des Publikums», sagt der 36-Jährige. Als Komiker Schlatter dann den Antrag ankündigte, habe ihn seine Partnerin, die im fünften Monat schwanger ist, verdutzt angeschaut. Es sei eine grosse Überraschung gewesen für die 35-Jährige. «Sie war erstaunt, dass ich ihr überhaupt einen Antrag mache, und hat sich deshalb riesig gefreut.» Schnell habe sie gemerkt, dass er es ernst meine – und den Ring angenommen. «Ich habe gar nichts gesagt. Das hätte ich wohl sowieso nicht geschafft.»

Schlatter hatte Vorbehalte

Auf die Idee für den Heiratsantrag ist L.* gekommen, weil seine Partnerin ein grosser Fan von Beat Schlatter ist und beide Theater spielen. Über eine Kollegin konnte er Schlatter überzeugen, den Antrag in der Show zu machen – trotz Vorbehalten des Komikers, wie dieser sagt. Er habe sich auch überlegt, ob man ihn mit dieser Anfrage auf den Arm nehmen möchte.

Zudem sei er eigentlich kein Freund von den vielen Ideen, die sich Männer einfallen lassen, um ihren Zukünftigen einen Heiratsantrag zu machen – etwa wenn jemand den Ring im Fisch oder im Weinglas versteckt. Doch es kam anders: «Abend für Abend erlebe ich viel, aber das hat mich wahnsinnig gerührt», sagt Schlatter. Der Heiratsantrag bleibe ein einzigartiger Moment in seiner langen Bühnenkarriere. «Nichts war gespielt. Es waren echte Gefühle.»

*Name der Redaktion bekannt

Fehler gefunden?Jetzt melden.