Aktualisiert 09.11.2019 16:19

Nino Niederreiter«Sie warten darauf, dir den Platz wegzunehmen»

Der Schweizer Stürmer Nino Niederreiter erklärt, warum er den Platz in der NHL nie als sicher ansieht.

von
Kristian Kapp
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Nino Niederreiter: einer der bestbezahlten Schweizer Teamsportler und eine feste Grösse in der NHL. Im Tamedia-Podcast spricht über das Abenteuer in Nordamerika.

Nino Niederreiter: einer der bestbezahlten Schweizer Teamsportler und eine feste Grösse in der NHL. Im Tamedia-Podcast spricht über das Abenteuer in Nordamerika.

AP/Julio Cortez
Niederreiter spielt bei den Carolina Hurricanes und ist dort unumstritten. Trotzdem gehe er auch heute noch mit komischen Gefühlen ins Trainingscamp vor der Saison, erzählt er im Podcast.

Niederreiter spielt bei den Carolina Hurricanes und ist dort unumstritten. Trotzdem gehe er auch heute noch mit komischen Gefühlen ins Trainingscamp vor der Saison, erzählt er im Podcast.

AP/Gerry Broome
2009 wagte Niederreiter den Schritt nach Übersee. Richtig Fuss fasste er 2013 bei den Minnesota Wild. Während der Saison 2018/19 folgte der Wechsel nach Carolina.

2009 wagte Niederreiter den Schritt nach Übersee. Richtig Fuss fasste er 2013 bei den Minnesota Wild. Während der Saison 2018/19 folgte der Wechsel nach Carolina.

AP/jim Mone

Man könnte nun meinen, nach acht Saisons in der weltbesten Eishockeyliga fühle man sich schon als unbestrittener NHL-Spieler. Und natürlich ist das Nino Niederreiter auch. Bei den Carolina Hurricanes wird er diese Saison mal in der ersten, mal in der zweiten Linie eingesetzt, erhält entsprechend viel Eiszeit vom Headcoach.

Doch ganz so einfach ist das nicht, wie der 27-jährige Churer im Tamedia-Podcast erklärt: «Ab wann man sich als NHL-Spieler fühlt, ist schwierig zu beantworten.» Auch heute gehe er vor der Saison mit einem «komischen Gefühl» ins Trainingscamp: «Es gibt so viele Spieler, die nur darauf warten, dir deinen Platz wegzunehmen.» Vielleicht denke er da zu extrem, sagt Niederreiter: «Aber ich glaube, dass wenn du dir deiner Sache zu sicher wirst, kann plötzlich alles vorbei sein.»

Dabei ist der Weg an die Spitze schon sehr hart. Viele junge Spieler, oft noch Teenager, werden in die AHL abgeschoben. Rund zehnmal weniger verdienen sie dort, der Unterschriftsbonus von 100'000 Dollar wird Anfang Saison ausbezahlt. Mit so viel Geld auf einmal können nicht alle umgehen. Und auch die NHL-Cracks seien manchmal in finanziellen Angelegenheiten etwas gar sorglos: «Ich bekam solche Fälle durchaus mit. Zum Beispiel, wenn Mitspieler ihr ganzes Geld im Casino verloren oder für teure Autos und Häuser verprassten.» Niederreiter sei aber nie in solche Probleme geraten: «Meine Familie brachte mir bei, dass das Geld hart verdient und geschätzt werden muss.»

Das ganze, über 45 Minuten lange Gespräch in Niederreiters Wohnung in North Hills in North Carolina ist im 5. Teil des «Eisbrechers» zu hören.

Die Schweiz gleicht aus

Nino Niederreiter trifft zum 4-4. (Video: SRF)

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