Aktualisiert 13.01.2014 15:52

Valérie TrierweilerSie will Hollande nicht aufgeben

Ob Valérie Trierweiler und François Hollande ein Paar bleiben, ist angesichts der präsidialen Affäre unklar. Sie wollen jetzt die Situation gemeinsam klären. Viel Zeit bleibt ihnen nicht.

von
kmo

«Natürlich hatte sie von den Gerüchten gehört», sagt eine Bekannte von Valérie Trierweiler zum «Le Parisien», «doch sie wollte ihnen keinen Glauben schenken». Als das People-Magazin «Closer» am Freitag den Seitensprung von François Hollande veröffentlichte und angebliche Beweisfotos zeigte, konnte die 48-Jährige die Augen jedoch nicht mehr verschliessen.

«Erschöpft und mitgenommen», wie Freunde aus dem Umfeld der Journalistin sie beschrieben, liess sich Trierweiler noch am Freitag in eine Klinik einweisen. «Sie scheint ihm vergeben zu wollen», sagt ein Freund von Trierweiler zu «Le Parisien», «sie will ihm nicht die Tür vor der Nase zuknallen». Doch sie wolle jetzt sehr schnell wissen, was Hollande im Sinn habe.

Affäre nicht dementiert

Der Präsident hat die Liaison nicht dementiert. Er kritisierte lediglich, dass «Closer» mit der Veröffentlichung des Artikels und der Bilder seine Privatsphäre als Bürger verletzt habe und drohte rechtliche Schritte gegen das Blatt an.

Hollande ist der erste Präsident Frankreichs, der in einer Partnerschaft ohne Trauschein lebt. Allerdings ist er nicht der Erste, der ausserhäusliche Affären hat. Bisher hatten sich die französischen Medien jedoch an das ungeschriebene Gesetz gehalten, dass das Privatleben der Präsidenten tabu ist.

Popularität bleibt unverändert tief

Seinem Ansehen hat die Affäre – zumindest in der Bevölkerung – nicht geschadet. Gemäss einer am Sonntag veröffentlichten Isop-Umfrage gaben 84 Prozent der Befragten an, ihr Bild vom Präsidenten habe sich durch die jüngsten Veröffentlichungen nicht geändert. 3 Prozent haben gar einen besseren Eindruck von Hollande. Nur für 13 Prozent hat dieser Sympathiepunkte verloren.

Aus diesen Ergebnissen zu schliessen, dass Hollande aus der Affäre gestärkt hervorgeht, wäre allerdings ein Fehler: Seine Umfragewerte befinden sich nach wie vor auf einem Tiefpunkt. Und seine politischen Gegner dürften versuchen, die Schwäche des Präsidenten für ihre Zwecke auszunutzen.

Trierweiler und Hollande wollen die Situation nun gemeinsam klären. Viel Zeit haben sie nicht. Bereits morgen Dienstag findet die traditionelle Pressekonferenz zum Jahresbeginn des Präsidenten statt, an der auch Fragen zu Hollandes Privatleben zu erwarten sind. Und am 11. Februar steht ein Besuch bei Obamas im Weissen Haus an. Geplant war, dass Trierweiler mitfährt.

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