Aktualisiert 30.08.2019 15:29

2 Tote in Zürich«Sie wirkten sehr verliebt und hielten Händchen»

Ein Rentner hat in Zürich-Albisrieden eine Frau (81) erschossen und sich dann selbst getötet. Die Anwohner sind erschüttert.

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tam/jen/ehs/lar/jk

Das weiss man über die Tat in Zürich-Albisrieden. (Video: 20 Minuten)

In Zürich-Albisrieden hat die Polizei am Freitagmorgen zwei Personen tot aufgefunden. Kurz nach 9 Uhr sei die Polizei zu einer Wohnung an der Püntstrasse gerufen worden. Vor Ort trafen die Polizisten auf zwei leblose, betagte Personen. Die Sanität habe bei beiden nur noch den Tod feststellen können.

Aufgrund der ersten polizeilichen Ermittlungen ist davon auszugehen, dass der Mann zuerst die Frau mit einer Schusswaffe getötet und sich anschliessend selber gerichtet hat, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Todesursache wird von Ärzten des Instituts für Rechtsmedizin abgeklärt. Die Ermittlungen laufen.

«Es sah nach etwas Grossem und Schlimmem aus»

Bei einem der beiden Opfer handelt es sich um eine 81-jährige Frau, wie Recherchen von 20 Minuten ergeben haben. Eine Nachbarin kannte das Rentnerpaar: «Sie waren sehr verliebt und gingen nie ohne Händchen zu halten aus dem Haus.» Es sei schlimm, dass sie jetzt tot sind. Andere sind fassungslos und weinen.

Ein Anwohner vor Ort sagt zu 20 Minuten, dass am Morgen vier Polizeiautos und drei Krankenwagen mit Sirenen gekommen seien. «Es sah nach etwas Grossem und Schlimmem aus.» Ein anderer Anwohner gibt an, ungefähr sechs Polizeiautos gehört zu haben. «Ausserdem hatte ich das Gefühl, um etwa 9 Uhr einen Schuss gehört zu haben.»

Anwohnerin zum Polizeieinsatz

Eine Anwohnerin hat den Polizeieinsatz in Zürich-Albisrieden miterlebt.
(Video: 20 Minuten)

Eine Frau, die im Haus wohnt, das von zwei Polizisten bewacht wird, sagt, dass sie die Wohnung nicht verlassen darf. «Die Polizei hat überall geklingelt und ging schwer bewaffnet rund ums Haus. Die Polizisten sind auch ins Haus gestürmt.»

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Mehrere Polizeiautos und Ambulanzen standen am Freitagmorgen an der Albisriederstrasse in Zürich.

Mehrere Polizeiautos und Ambulanzen standen am Freitagmorgen an der Albisriederstrasse in Zürich.

Leser-Reporter
Die Polizei hat zwei tote Personen aufgefunden.

Die Polizei hat zwei tote Personen aufgefunden.

20 Minuten
Die Polizei geht davon aus, dass der Mann die Frau erschossen und sich dann selbst getötet hat.

Die Polizei geht davon aus, dass der Mann die Frau erschossen und sich dann selbst getötet hat.

20 Minuten

Eine Seniorin war im Kafi, als plötzlich die Polizei kam: «Ein Polizeiauto nach dem anderen ist gekommen. Dann sind bewaffnete Polizisten in Vollmontur zum Haus gesprungen.» Sie habe sich dann nicht getraut, nach Hause zu gehen.

Zweiter Einsatz in der Nähe

Nur wenige Meter vom Tatort entfernt kam es zu einem weiteren Einsatz der Polizei. Beim Sozialzentrum an der Albisriederstrasse im Kreis 9 sei eine ernstzunehmende Drohung eingegangen, teilt die Stadtpolizei Zürich mit. Die Stadtpolizei Zürich leitete umgehend eine Fahndung nach dem namentlich bekannten Mann ein. Der mutmassliche Droher (30) konnte nach dem Mittag im Kreis 11 festgenommen werden.

Suizidgedanken? Hier finden Sie Hilfe

Beratung:

Dargebotene Hand, Tel. 143, (143.ch)

Angebot der Pro Juventute: Tel. 147, (147.ch)

Kirchen (Seelsorge.net)

Anlaufstellen für Suizid-Betroffene:

Nebelmeer – Perspektiven nach dem Suizid eines Elternteils (Nebelmeer.net);

Refugium – Geführte Selbsthilfegruppen für Hinterbliebene nach Suizid (Verein-refugium.ch);

Verein Regenbogen Schweiz (Verein-regenbogen.ch).

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